Erst durchstarten, dann durchatmen - Auszeit in Florida 2026

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TorbenKL

TorbenKL

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Also ich sehe beim Live Stream immer nur „will Return in a Minute“ und die YouTube Videos sind zwei Moderatoren die Stunden über belangloses sprechen 😂
Ich möchte doch nur kurz und knapp die tägliche Wetteranalyse für morgen. Ist das echt die beste Quelle?
Also hier funktioniert das ganz gut. Die Anzeige erscheint dann, wenn Werbung kommt, die Online bei YT eben nicht gezeigt werden darf/soll. Stimmt schon, man braucht etwas Geduld.

Aber du kannst wie gesagt auch winknews als Web Angebot nutzen. Da gibts den Livestream des aktuellen Programms und spezielle Wetter-Clips und Regenradar usw.

Ansonsten schau ich online einfach bei diversen Wetterseiten.
 

Jessismama

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Hey Torben, es ist Zeit, dass ich mich mal in deinem Bericht verewige, den ich sowieso schon die ganze Zeit mitlese. Aber erst wegen des eigenen Urlaub und dann bedingt durch Jetlag und Büro kam ich bisher irgendwie noch nicht dazu, dir für den Bericht zu danken!

Du hast eine witzige Art zu schreiben und die Fotos sind super. Danke auch nochmal für deine Hilfe bei der Technik-Problem-Bewältigung. Du hast mich auf jeden Fall weiter gebracht, als alles, was ich bis zur Lösung meines Problems gelesen hatte.

Liebe Grüße
Nicola
 

Jessismama

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P.S.: Ich hoffe, deiner Frau geht es besser! Mich hat ein Moskito-Stich vor Ewigkeiten auch mal fast zwei Tage ausgeknockt. Ich wusste hinterher nicht mehr viel von dem, was wir damals gemacht hatten (waren zu siebt damals unterwegs und einfach ausruhen ging nicht - ich war die Organisatiorin der Reise 😲
 
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TorbenKL

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P.S.: Ich hoffe, deiner Frau geht es besser! Mich hat ein Moskito-Stich vor Ewigkeiten auch mal fast zwei Tage ausgeknockt. Ich wusste hinterher nicht mehr viel von dem, was wir damals gemacht hatten (waren zu siebt damals unterwegs und einfach ausruhen ging nicht - ich war die Organisatiorin der Reise 😲
Danke für die netten Worte oben und auch hier. Sie ist zwar halbwegs fit, aber immer noch recht angeschlagen, leider. Die Stiche jucken wie die Hölle und der Körper kämpft dagegen an, das spürt sie natürlich. Immerhin ist es so, dass wir dennoch auch Dinge unternehmen können noch, aber es ist schon ein Handicap... Hoffe, sie hat das Blödeste bald überstanden...
 
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TorbenKL

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Unser letzter (ganzer) Tag in Cape Coral ist angebrochen und er zeigt sich heute wieder mal von seiner besten Seite. Langsam schlängeln sich die ersten zaghaften Sonnenstrahlen durch vereinzelte Wolken, so dass dieses ganz besondere Licht entsteht. Weil alle anderen noch pennen, schnüre ich die Laufschuhe und gehe ne Runde joggen. Das ist einfach wunderschön bei diesen Sonnenaufgängen und macht den Kopf frei.

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Zurück im Haus gehts kurz in den Pool und dann mit Espresso und Laptop auf die Terrasse, auch, um noch zwei (berufliche) Telefonate mit Deutschland zu führen. Danach ertappe ich mich, wie ich den ein oder anderen Flug checke oder auch mal nach Häusern und Hotels schaue. So ist das nun mal, es lässt einen ja nicht los. Und diese Planung ist eben ein wunderbarer Eskapismus, den ich in diesen Zeiten nur zu gerne zulasse. Noch ist gar nichts wirklich geplant oder beschlossen, aber so ein bisschen guggen ist ja erlaubt…

Jetzt habe ich Zeit, um euch mitzunehmen nach Downtown. Dort waren wir gestern ein bisschen unterwegs, da wir nach einem gemeinsamen Frühstück beschlossen haben, das Ganze langsam angehen zu lassen. Das Wetter war wirklich durchwachsen gemeldet, so dass wir eine Regenpause für eine kurze Poolrunde nutzten, um uns dann langsam auf den Weg nach Fort Myers zu machen. Gegen halb 12 Mittags kommen wir an. Wir steuern regelmäßig die Parkgarage „City of Palms“ an. Die finden wir geräumig, nahe am Geschehen und preislich mehr als in Ordnung.

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Wir laufen unsere gewohnten Wege, die First Street runter vorbei am Gerichtsgebäude und treffen auf ein italienisches Restaurant, das wir noch nicht kennen. „Brunos of Brooklyn“, sieht ordentlich aus, die Preise für Downtown normal, aber jetzt nichts, wo ich spontan sofort rein gehen würde. Vielleicht hat ja jemand von euch bereits dort gegessen? Gegenüber das gewohnte Bild: Fords Garage mit seinen Tischen und den blauen Servietten.

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Wir steuern direkt auf „The Franklin Shops“ zu; ein sehr großer Laden mit allerlei Sammelsurium, von Schmuck bis Klamotten, Kunst, Spielzeug, Mitbringsel, und sonstigem zum Teil undefinierbarem Kram. Aber: Zwischen all diesem Zeug findet man dann doch ab und zu mal was Nettes, und darum gehts uns heute: Mitbringsel shoppen… Das gelingt uns in der ersten Runde hier nicht so recht, wir haben das ein oder andere im Blick, wollen aber noch weiter schauen, ob wir woanders fündig werden. Was ich jedenfalls noch als Tipp mitgeben kann: Dieser Laden hat wirklich sehr saubere Restrooms und die sind auf der First Street (zumindest unserer Erfahrung nach) recht rar gesät. Und: es gibt dann doch Dinge, die eine veritable Ehe-Krise auslösen (könnten)...

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Ein paar Meter weiter stellen wir fest: Der nächste Laden hat neue Inhaber. Wo früher viel (zum Teil auch kitschige) Florida-Kunst mit ausgewähltem Krimskrams zu shoppen war, gibt es jetzt (etwas höherwertigen) Krimskrams, keine Florida-Kunst mehr, dafür aber jede Menge Stuff, bezogen auf Männer an sich: Männer-Grill-Bücher, Männer-Whiskey-Kerzen, Socken, Shirts, und was weiß ich noch alles. Ist leider alles nicht so mein Ding, aber auf Nachfrage berichtet mir die Verkäuferin, dass die alten Inhaber das Geschäft verkauft haben, weil sie nicht mehr mit dem Risiko der Überflutung bei Unwettern leben wollten. Ich kann mich erinnern, dass uns vor knapp zwei Jahren eine recht hagere, ältere Dame beraten hat, als wir dort Mitbringsel für unsere Eltern kauften. Schade, denn der alte Laden hatte uns irgendwie besser gefallen. Aber so läuft die Zeit, und das ist ein gutes Stichwort, denn, was passiert dann? Genau, das Hüngerchen kommt…

Da wir nur ne „Kleinigkeit“ essen wollen, gehen wir zu „3 Pepper Burrito“, was sich (erneut) als hervorragende Wahl herausstellt. Wir bestellen einmal für 10 Dollar den Meal-Deal, der aus einem kleinen (Hahahahaha) Burrito, Nachos, Dip und Churros samt Drink besteht und ordern dazu noch das Bowl-Angebot. Dazu gibts ebenfalls Nachos und Dip. Wir mögen dort sehr, dass man sehr individuell seine Tacos, Burritos und Bowls befüllen kann. Wir wählen für den Burrito Hackfleisch, Reis, Salat, Sour Creme und ein bisschen milde Salsa, keine Bohnen, da Smilla die nicht so mag. In die Bowl kommt gezupftes Hähnchen, brauner Reis, Avocado, Salat, Jalapenos und ein bisschen Koriander, dazu eine Chipotle Ranch. Das Ganze gibts dann für insgesamt 19 Dollar plus Tax; kannste nicht meckern. Lecker wars auch, der Chef super nett und die Frau am Nachbartisch lobte Smillis Rock. Also alles wie immer…

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Danach schlenderten wir noch so durch die Gassen, schauten uns das Treiben in den langsam erwachenden Bars an und gehen kurz vorne am Hafenbecken vorbei, am Centennial Park, wo vor einigen Jahren noch durch Hurrikan Ian zahlreiche Schiffe übereinander gestapelt waren. Das sieht jetzt aufgeräumt aus, aber noch scheinen einige Bauarbeiten in Gange zu sein. Smilla turnt ein bisschen auf dem riesigen Klettergerüst herum, aber so richtig spielen mag sie bei dem Wetter offenbar nicht. Die Lust auf Rumtoben verfliegt, die auf Eiscreme jedoch steigt an… Und so treibt es uns zurück, wir laufen am Edwards Drive hinter dem Convention Center entlang, direkt am Wasser, wo das Amphitheater steht. Während Smilla vorne her turnt, diskutierten meine Frau und ich, ob wir hier schon mal bei einem Konzert waren oder nicht. Ich behaupte ja, weil Bekannte von uns im Rotary Club sind und hier oft mithelfen. Aber gut, ist auch schon ein paar Jahre her…

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Jedenfalls stehen wir ein paar Minuten später vor der Eis-Entscheidung, die uns abgenommen wird, weil Scoops on First gerade zu hat und wir deshalb zu Loveboat gehen.

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Ich kann mir nicht helfen: Das Eis ist dort super lecker, es gibt eine Mega-Auswahl aber der Laden an sich sieht immer irgendwie ein bisschen abgeranzt aus.

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Die Location an der Pine Island Rd sieht da irgendwie fresher aus, aber naja. Wir hatten jeweils ein Scoop Clean Turtle (Vanilleeis, Fudge, Pecan-Nüsse), Gator Tracks (Vanilleeis, Fudge, Peanut Butter Cups) und Oreo-Cookie. Alles sehr lecker, alles reichlich, alles super. Die Frau an der Theke ebenfalls super nett und wir verpassten es auch nicht, uns in den „Europe-Folder“ einzutragen. Das sind verschiedene Ordner (geordnet nach US-Staat, Kanada und Europa), die als Gästebuch dienen. Finden wir immer ne ganz lustige Idee, ehrlich gesagt.

Danach machen wir noch einen Abstecher zu einem unserer Lieblingsläden Downtown: „Crooked Halos“, ein Geschenke-Krimskrams-Laden neben Peters German Café. Wir kommen rein, begrüßen die Inhaberin freundlich und was passiert? Ob ihr es glaubt oder nicht, sie erinnert sich an unsere Tochter, sagt, bist du nicht Smilla from Germany? Wir sind ehrlich gesagt baff, weil wir diese Art ja zu Genüge kennen; Nähe aufbauen durch Vertrautheit, gibt allen eine gute Stimmung und wir kaufen vielleicht eher was… Finden wir auch angenehmer als knorrige Angestellte usw. Ihr kennt das Thema. Aber dass sie den Namen parat hat, das ist dann schon krass. Sie erklärt uns, dass sie sich den Namen gemerkt habe, weil sie ihn so besonders und wunderschön fand damals, als wir da waren. Wir hatten hier gefühlt zwei Stunden mit ihr gemeinsam zwei Freundschaftsbändchen für Smilla und ihre Freundin gekauft. Immer noch baff, zeigt sie uns im hinteren Ladenteil die „Welcome Wall“ - eine Wand, an der Gäste kleine Zettel aufhängen können, um nette Dinge zu wünschen oder sich einfach nur zu verewigen. Eine Aufgabe, die Smilla natürlich mit strahlenden Augen sofort angeht.

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Was ein wunderbarer Abschluss unseres Downtown-Besuchs!

Wir beschließen, auf dem Heimweg den Schlenker zur Edison-Mall zu machen, denn im Kopf meiner Frau spukt immer noch ein Super-Sale-Angebot für ein paar Rebook-Sneaker herum. Also fahren wir hin, finden die Schuhe tatsächlich noch und 25,99 Dollar sind nun wirklich ein Schnapper. Wir verlassen die Mall aber direkt wieder, da wir keine große Lust auf die Atmosphäre haben dort und fahren nach Hause. Auf dem Heimweg dann befällt uns das erste Mal eine leichte Melancholie, die immer dann kommt, wenn wir definitiv wissen: Das haben wir hier grade zum letzten Mal gemacht. Zumindest in diesem Urlaub.

Zu Hause angekommen richten wir wieder Mal ein paar Leftovers und freuen uns schon jetzt auf den Nachtisch: Die beiden Käsekuchen aus der Cheesecake Factory! Aber ja, hier, no words needed:

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Geschafft haben wir die tatsächlich nicht, dann müssen wir halt nochmal ran, so ein Pech. Bei dem Zuckergehalt geht da auch so schnell nix kaputt :ROFLMAO: Meine Frau und ich schauen danach noch ein bisschen (deutsche) News, bequatschen den Tag und schlafen dann schnell ein.

Was steht heute an?

Der letzte Tag. Ebenfalls (eigentlich) no words needed. Aber mal sehen; Walgreens, Supermarkt, lecker Essen, bisschen Pool. Ach ja: und packen… heul. Naja, wir machen das Beste daraus und ihr werdet es hier sicherlich auch bald lesen.

Danke schon jetzt, dass ihr uns begleitet (habt)!
 

Ron242

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Der letzte Tag:dizzy:...da zieht sich bei mir jetzt schon alles zusammen.
Zum Glück gehts für uns erst in 3 Wochen los...
Aber trotz unbeständigem Wetter hattet Ihr eine tolle Zeit. Ich sag schon mal Danke, morgen komme ich bestimmt nicht dazu.
War schön Euch zu begleiten. Die eine oder andere Anregung nehme ich mit.
Einen schönen letzten Tag für Euch und eine angenehme Rückreise:)
 

voschwa

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Hallo Torben,
ich lese hier im Forum zwar jeden Reisebericht mit, zumindest solange es sich um Florida handelt. (Die anderen oft auch, aber nicht mit gleichem Interesse). Noch nie habe ich einen Bericht kommentiert, der Gipfel meiner Begeisterung waren "likes" , oder dass ich meiner Frau erzählt hebe, dass da jemand einen schönen Reisebericht über unser (SW-) Florida schreibt. Das hat dann diesen Bericht quasi geadelt, allerdings ohne beim Schreiber anzukommen.
Dein Bericht bedarf aber einer höheren Anerkennung. Nicht nur, dass du sehr unterhaltsam schreibst, du hast mich auch an der ein - oder anderen Stelle- emotional mit auf die Reise genommen, z.B. mit der Erinnerung an deinen Vater. Es ist ja nun gar nicht selbstverständlich sich einer Gruppe von Leuten zu öffnen, von denen du ja wahrscheinlich keinen, oder nur wenige persönlich kennst. Vielen Dank dafür, ich denke ich kann sagen auch im Namen der anderen Mitleser.
Wir selbst haben noch 34 Tage bis Naples und können an der ein - oder anderen Stelle von euren Erfahrungen und Empfehlungen durchaus profitieren.
Also, um es kurz zu machen, vielen Dank für deinen Bericht und noch einen schönen Resturlaub.

LG
Volker
 
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TorbenKL

TorbenKL

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Hallo Torben,
ich lese hier im Forum zwar jeden Reisebericht mit, zumindest solange es sich um Florida handelt. (Die anderen oft auch, aber nicht mit gleichem Interesse). Noch nie habe ich einen Bericht kommentiert, der Gipfel meiner Begeisterung waren "likes" , oder dass ich meiner Frau erzählt hebe, dass da jemand einen schönen Reisebericht über unser (SW-) Florida schreibt. Das hat dann diesen Bericht quasi geadelt, allerdings ohne beim Schreiber anzukommen.
Dein Bericht bedarf aber einer höheren Anerkennung. Nicht nur, dass du sehr unterhaltsam schreibst, du hast mich auch an der ein - oder anderen Stelle- emotional mit auf die Reise genommen, z.B. mit der Erinnerung an deinen Vater. Es ist ja nun gar nicht selbstverständlich sich einer Gruppe von Leuten zu öffnen, von denen du ja wahrscheinlich keinen, oder nur wenige persönlich kennst. Vielen Dank dafür, ich denke ich kann sagen auch im Namen der anderen Mitleser.
Wir selbst haben noch 34 Tage bis Naples und können an der ein - oder anderen Stelle von euren Erfahrungen und Empfehlungen durchaus profitieren.
Also, um es kurz zu machen, vielen Dank für deinen Bericht und noch einen schönen Resturlaub.

LG
Volker
Hallo Volker,

du erwischst mich grade, als ich kurz reinschaue, während wir im Begriff sind, noch ein letztes Mal für diese Reise nach Matlacha zum Lunch zu fahren. Weil ich aber mich direkt für deine sehr netten, wertschätzenden und auch persönlichen Worte bedanken möchte, hat der Lunch noch ein wenig Zeit ;)

Ich freue mich sehr, dass dir der Bericht gefallen hat, respektive gefällt und zwar so, dass du tatsächlich kommentierst. Ich weiß das sehr zu schätzen... Und: ich lese selbst ebenfalls viele Berichte mit, finde es dabei sehr spannend, wie unterschiedlich doch der eine und die andere ihre Berichte gestalten. Alles hat da seine Berechtigung, wie ich finde. Ich jedoch mag es, auch mal ausführlicher deskriptiv und auch wertend, einschätzend zu schreiben. Schön, dass das auch ankommt und einigen Menschen hier gefällt. Noch viel schöner jedoch finde ich, dass unsere Erlebnisse und Erfahrungen auch anderen Reisenden weiterhelfen (können). Und wenn es nur mal ein Restaurant-Tipp ist oder eine kleine Erkenntnis, die man vielleicht so gar nicht auf dem Schirm hatte, auch wenn man schon jahrelang hierher fährt.

Wir freuen uns darüber auch jedes Mal, wenn wir profitieren, denn, obwohl wir wirklich erfahrende USA-Reisende sind, niemand hat die Weisheit gepachtet und kann alles auf dem Schirm haben. Dass wir hier also gegenseitig voneinander profitieren hier im Forum, das macht den Sinn und Zweck auch aus. Das geschieht hier ja in der Regel auch auf angenehmen Niveau und in angemessenem Ton. Und diese Nähe, die sich dadurch entwickelt, sorgt auch dafür, dass man sich (trotz des Wissens um die Öffentlichkeit im Netz) Menschen öffnet, die eher nicht zum engeren Freundeskreis zählen. Eine schöne Sache... vor allem dann, wenn es auch bemerkt und honoriert wird.

Insofern: Danke für deine lieben Worte und euch ganz viel Spaß auf eurer Reise!
 

Anselm

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Ich habe es mal versucht, aber leider kommt ChatGPT deutlich an die Grenzen, das Sauber dazu stellen. Aber vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen. Danke Torben 👍😁
Oh, eine neue Straße von Sanibel nach Fort Myers Beach...die Amis bauen wirklich schnell. :ROFLMAO:
 

merit

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Ich habe es mal versucht, aber leider kommt ChatGPT deutlich an die Grenzen, das Sauber dazu stellen. Aber vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen. Danke Torben 👍😁
Danke, das war eine coole Idee 😎 von dir und stark 💪 umgesetzt. Diese Insider-Restaurant-Tipp-Karte (grossen Dank auch an Torben) werde ich gerne nutzen, wenn wir in ein paar Wochen auch wieder in der Gegend sind.
 

Dooline

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Danke Torben für den emotionalen Bericht und für die vielen versteckten Tipps.
Deine Ki Map speichere ich mir gleich ab.

Schreiben gehört nicht zu meiner Stärke, deshalb gibt es von mir hier im Forum noch keinen Bericht, aber ich versuche wenigstens hier und da mal einen Kommentar zu hinterlassen.

Gute Heimreise und danke. Besser hättest du mir die Vorfreude zur nächsten Floridareise nicht verkürzen können.
lg Dooline
 
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TorbenKL

TorbenKL

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Und das war er nun, der letzte Tag im Paradies. Was so abgedroschen klingt, ist für viele von uns hier im Forum aber letztlich ein in sich konsistentes Gefühl. Man will es gefühlt nicht überladen, ertappt sich aber dabei, so ein bisschen dieses „Home away from home“ zu spüren, was es nach so vielen Reisen sicherlich auch ist, denn immerhin entscheiden wir uns ja immer wieder ganz bewusst genau für diese Art von Urlaub.

Draußen ist es noch pechschwarze Nacht, als ich diese Zeilen hier schreibe. Drinnen habe ich Teile der Deckenbeleuchtung angemacht, sonst nichts. Die erhellt die Deckenauslassung in einem warmen Orange und bildet so einen angenehm warmen Kontrast zum hellen Licht meines Laptops an meinem „Arbeitsplatz“ am Terrassentisch.

Weit entfernt ist ganz selten mal ein kurzes Lichtzucken zu sehen. Gestern waren diese Blitze extrem intensiv hier in SW-Florida und leider hat es wieder ein Todesopfer gegeben. Insgesamt sechs Menschen, die nach einem Blitzschlag gestorben sind, zählt die Statistik aktuell für dieses Jahr und das bedeutet, man sollte dieses Wetter doch wirklich ernst nehmen… Hören wir hier immer wieder von vielen Einheimischen. Und nicht zum ersten Mal.

In ein paar Stunden ist hier Check-Out. Dann werden wir noch ausgiebig frühstücken gehen, dieses Mal zu Kekes Breakfast Café. Waren wir schon das ein oder andere Mal, dieses Mal versuchen wir die Filiale an der Pine Island. Dann werden wir noch ein paar Stunden Zeit haben, bevor es an den Flughafen geht und das Rückreise-Procedere beginnt: Mietwagen abgeben, Koffer aufgeben und darauf hoffen, noch nicht all zu viel der deutschen Ungeduld vor und während des Heimflugs zu spüren. Das ist etwas, was mir nach all den Jahren Reisen durch die Welt wirklich nicht in den Kopf will; dass wir Deutsche manchmal so extrem aufgeregt unhöflich, ungeduldig und ja, auch einfach nervig sein müssen. Gilt natürlich nicht für alle, aber ich wette, ihr alle habt diesen Typus schon mal erlebt…

Anyway. Noch aber genieße ich die warme Luft auf der Terrasse und die leichten Windstöße durch den Fan an der Decke; auch so etwas, was ich in Deutschland wieder schmerzlich vermissen werde. Hat was effektives gegen die Hitze, aber auch was seltsam beruhigend atmosphärisches.

Der Tag gestern, ja, der war wie die vielen letzten Tage unserer Reisen. Weil gegen Nachmittag heftige Stürme und Gewitter angekündigt waren, drehten wir das Ganze dieses Mal um. Wir nutzten das aktuell so tolle Wetter für eine Pool-Runde aus.

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Aus dem Abschieds-Dinner wurde dann ein Abschieds-Lunch. Und weil meine Frau am Ende des Tages doch auf jeden Fall diesen Coconut Body-Hand-Scrub von Yucatan Bar and Grill haben wollte, fiel die Entscheidung recht flott für den Laden auf Matlacha.

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Gute Wahl, denn es war kaum was los, wir haben einen sehr schönen Außenplatz hinter der Tiki-Bar und sehr nette Tischnachbarn aus Tulsa, Oklahoma. Eine Gegend, die ich durch meine Verwandtschaft, die im nahegelegenen Oklahoma City lebt, sehr gut kenne und wir somit schnell ins Gespräch kommen. Anlass jedoch war, dass der kleine Hund von Jack und Melissa so lange an Smillas Bein schnuffelte, bis sie ihn endlich streichelte. Was von den beiden jedoch nicht bemerkt wurde und sie sich aufgeregt entschuldigten. War aber alles halb so wild und so entstand eine nette kleine Unterhaltung über die Heimat der Beiden, meine Familie und deren Weg nach Oklahoma sowie unseren Urlaub hier.

Unterbrochen werden wir dann von der Kellnerin, die unser Essen bringt: Cheeseburger mit Pommes für die Maus, dann (natürlich) Coconut Shrimps mit karibischen Reis und Bohnen und dazu frittierte Bananen, welche mit süß-saurer Soße serviert werden und schlicht der Hammer sind. Ich habe Mahi-Mahi, blackened, ebenfalls mit karibischen Reis und Bohnen und dazu noch French Fries. Heruntergespült wird das Ganze mit Tap-Water, Coke und Corona, dazu ein kleines Sprite.

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Am Ende zahlen wir 100 Dollar inklusive Tip, was absolut gerechtfertigt war aus meiner Sicht. Einmal zahlst du natürlich Location, aber die Qualität des Essens war tip top, der Fisch frisch, die Shrimps wieder sehr, sehr gut und auch die beiden Sliders meiner Tochter frisch gemacht und sehr gut gewürzt.

Wir plaudern noch eine Runde mit Melissa und Jack, verabschieden uns dann sehr nett und posieren noch für ein Abschiedsfoto mit den Beiden, dass diese unbedingt ihrer Tochter schicken wollen. Was eine angenehme Begegnung!

Auf dem Rückweg beschließen wir, die restlichen Besorgungen zu erledigen. Dazu fahren wir zu Walmart, packen Ranch als Salatsoße, ein paar Reeses Snacks (die mit Brezeln drin) und eine weitere Packung Nerds (furchtbares Zeug) ein. Alles andere verkneifen wir uns, außer die kleinen, leuchtenden Spinnweben am Halloween-Seasonal-Stand, die wir zu Hause effektiv einsetzen werden… Auch diese Maske bleibt leider hier, auch wenn ich argumentativ als Fan der Roten Teufel bei meiner Frau wirklich alles versucht habe:

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Das Kind darf aber mit. Deshalb: nächster Halt Walgreens. Normalerweise würden wir die Filiale am Chiquita wählen, die bei unserem Haus ums Eck liegt, halten aber spontan auf dem Rückweg an einer anderen an und werden nicht enttäuscht. Die Regale sind voll, die Auswahl gut und so finden wir alles, was wir brauchen (Hydrocortison-Creme, die mir als Neurodermitiker gelegentlich ein bisschen besser hilft bei leichten Akut-Schüben, dazu noch ein paar Advil und anderen Kram). Am Ende hilft das Walgreens-Rewards-Programm auch beim Preis und wir sparen satte 33 Dollar, nicht schlecht! Als wir Walgreens verlassen, tröpfelt es und der Himmel zieht sich bedrohlich zu.

Der letzte Stop ist Publix bei uns in Pelican. Doch zuvor müssen wir uns knapp eine halbe Stunde durch eine brutale Gewitterfront mit heftigen Regenfällen kämpfen. Auf der Straße müssen wir immer wieder umgefallenen Mülleimern ausweichen, die geleert, aber noch nicht zurückgestellt wurden und damit leichte Spielbälle für den Sturm sind. Bei Publix angekommen, regnet es zwar viel, aber Donner und Blitze haben aufgehört, respektive sind weitergezogen, so dass wir ohne Sorge aussteigen können.

Wir besorgen noch Ranch-Mix, den es im Walmart nicht mehr gab, verkneifen uns Pancake-Syrup und Rice Krispies, nehmen dafür aber ein frisches Lemon Chicken fürs Abendessen mit.

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Das Dinner besteht heute aus Resten unserer noch vorhandenen Lebensmittel (bissl Sourdough-Bread, Schinken, Käse, Salat, Popcorn-Chicken) und dazu als Gimmick ein bisschen erwähntes Hähnchen. Alle sind satt und zufrieden. Und bereit, die letzten Kofferhandgriffe zu erledigen, bevor wir uns nochmal gemeinsam in den Pool begeben, denn überraschenderweise hat es aufgeklart und es ist ein herrlicher Abend geworden.

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Was ein wunderschöner Abschluss! Beseelt und natürlich auch ein bisschen traurig gehts dann ins Bett, jedoch auch, das will ich nicht verhehlen, mit ein bisschen Vorfreude auf die Heimat. Heimkommen ist ja doch auch ganz schön, irgendwie, manchmal, also fast so ein bisschen gelegentlich, oder so… ;)

Und jetzt?

Jetzt sitze ich hier, die Sonne geht grade so ein bisschen auf und dann wird’s hier bald wieder trubelig. Wir packen dann die restlichen Sachen ein, machen das Haus soweit flott (Spülmaschine ausräumen, Handtücher in die Waschmaschine, einmal durchfegen) und erledigen den Check-Out mit der Hausverwaltung.

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Ein ausführliches Fazit des Urlaubs, aber auch zum gemieteten Haus, werde ich nach unserer Rückkehr schreiben. Nur so viel vorweg: Das Haus würden wir jederzeit wieder mieten.

Also, nächste Meldung dann aus Deutschland (oder vlt geschrieben aus dem Flieger, mal sehen). (y)
 
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TorbenKL

TorbenKL

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Home sweet home

Wir sind wieder daheim.

Und stellen das Wichtigste fest: Weil wir vor Ort nochmal gewaschen haben, fällt dieser Programmpunkt daheim weg oder nur sehr klein aus. Wie angenehm das doch jedes Mal ist…

Wir sind wieder daheim.

Aus der Sonne (und den Stürmen) Floridas zurück in der Kurpfälzer (Wahl-)Heimat. Irgendwie schön, wieder in den eigenen vier Wänden zu sein. Vor allem Smilla hat ihr Zuhause dann doch schon vermisst. Ihr Zimmer, ihr Bett, ihre Freundinnen, ja, auch die Schule. Und das finden wir völlig legitim, so nach drei Wochen, in denen sie, wie sie gestern sagte, „ja fast nur mit Erwachsenen abgehängt“ habe. ;) Aber was wir auch festgestellt haben: Sie hat in diesen Sommerferien nochmal ein großes Stück Entwicklung hinter sich… uns kommt sie reflektierter, meinungsstarker und irgendwie „größer“ vor.

Wir sind wieder daheim.

Und haben die Rückreise trotz spätem Abflug aus RSW ganz gut hinbekommen. Nach dem Check-Out gehts erstmal ausgiebig frühstücken; dieses Mal (wieder) bei Kekes Breakfast Café an der Pine Island. War wie immer bisher sehr lecker, und weil der Koch meine Pancakes hat fallen lassen und ich daher warten musste, gabs eine (riesen) Portion Obst aufs Haus dazu. Hat super gepasst!

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Danach fahren wir für einen kurzen Abstecher in die Miromar-Outlets, denn meine Frau wollte noch eine Kleinigkeit dann doch mitnehmen und ich nutze die Gelegenheit, um Smilla mit ein bisschen Game-Credit zu überraschen. So verbringen wir noch ein gutes Stündchen in der Spielhalle, hinten am Bowling-Center gegenüber von H&M, bevor wir dann langsam aber sicher in Richtung Flughafen aufbrechen. Danach kurz noch den letzten Tank-Rabatt bei CircleK einlösen und angesichts der rasant gestiegenen Benzinpreise darüber freuen, dass statt 25 sogar 40 Cent gespart werden können, denn CircleK hatte den Tankrabatt-Tag für seine Rewardskunden ausgerufen.

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Auf dem Weg sind wir dann noch in ein ziemlich hässliches Gewitter geraten, aber kommen sicher bei der Mietwagenrückgabe an. Auto weg, danach relativ schnell die Koffer abgegeben, mit einer Überraschung: Unsere Carry-on-bags sind angeblich zu groß für die Kabine und müssen aufgegeben werden, sagt die wirklich sehr nette Frau von Discover am Schalter und gibt gleich Entwarnung: „I don´t charge you!“ - Also kostenlose Aufgabe des Handgepäcks, was wir jedoch ein bisschen umräumen müssen, um ein paar Sachen mit ins Flugzeug nehmen zu können. Alles halb so wild, aber ärgerlich, wenn da keine einheitlichen Maße gelten leider… Na ja.


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Wir vertreiben uns die restliche Zeit mit nem Kaffee bei Starbucks, holen Smilla nen Cheeseburger (was angesichts des für sie nicht so genießbaren Kids-Meal im Flugzeug ne gute Entscheidung war) und quatschen noch ein bisschen mit Amerikanern, die nach Deutschland fliegen um ihre Kinder zu besuchen. Das Gate (B3) füllt sich, irgendwann entdeckt Smilla, dass der Flieger aus Deutschland gelandet ist und wir daher bald mit dem Boarding starten können.

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Bald ist relativ, aber irgendwann sitzen wir: Meine Frau und Tochter in zweier-Reihe am Fenster, ich den ersten Gangplatz daneben in der mittleren Vierer-Reihe. Überraschenderweise bleiben beide Plätze links neben mir trotz vollem Flugzeug leer, was der Frau ganz links und mir einen sehr entspannten Flug beschert. Der Flug verläuft wirklich harmlos, Crew sehr nett, Flugzeug verhältnismäßig sauber, alles gut, nur das Essen kriegen sie bei Discover einfach nicht ordentlich hin.

Nach 8:30 Stunden setzen wir um kurz nach 10 in Frankfurt auf, sind schnell wieder „im Land“, warten ein wenig auf unsere Koffer, die alle mehr oder weniger ohne Schrammen die Reise überstehen. Jetzt noch mit dem Platzhirsch-Shuttle zum Auto und ab nach Hause. Gegen 12:30 Uhr ca. rollen wir zu Hause auf den Parkplatz.

Wir sind also wieder daheim.

Das bedeutet auch: Der Alltag steht vor der Tür, ab Montag geht hier alles wieder seine gewohnten Gänge. Arbeit, Schule, Freizeitstress und, natürlich, Urlaubsplanung. Wir wären nicht wir, wenn wir nicht schon längst an die nächsten Urlaube denken würden oder schon die ein oder anderen Planungsschritte hinter uns hätten.


Das Fazit

Zuvor jedoch will ich, wie angekündigt, nochmal ein Fazit ziehen. Was hat uns überzeugt, wo bleiben wir an Gewohnheiten hängen, was würden wir vielleicht auch wieder anders machen? Viele Fragen, viele Punkte - aber auch hier wieder die Idee, dass auch ihr im Forum daraus für euch das ziehen könnt, was euch weiterbringt.


Die Planung

Wir planen bei Urlauben in Florida mit Haus meist erst die Flüge, dann Auto, das Haus, danach den Rest drum herum. Insofern war die Reihenfolge klar, es gab zwei Termine (Hin- und Rückflug), die unseren Rahmen bilden würden.

Wir sind deshalb flexibel: Reisen wir aus RSW heim, oder von wo anders, Tampa, Orlando, Miami, etc. Das ist immer die große Preisfrage, wobei wir dieses Mal sehr schnell einig waren: Nee, keine große Rundreise, ein kurzer Abstecher vielleicht irgendwo, dann gemütlich im Haus mit Rückflug ohne größeren Stress. Das konnte nur bedeuten: Heimflug via RSW und da gibts bekanntlich nur wenige Optionen. Und diese Vorgehensweise hat sich für uns bewährt. Also bei dieser Art von Urlaub, bei der wir die meiste Zeit in einem Haus verbringen wollen.


Die Flüge

Für mich persönlich spielt es irgendwie immer noch keine Rolle, ob wir direkt oder eine Umsteigeverbindung fliegen. Weil ich diesen Akt des Fliegens, diese Art des Reisens einfach mag. Ich mag Flughäfen, das drumherum, die Hektik, die Menschen, das alles. Insofern bin ich da entspannt, füge mich aber (meist) den Wünschen der Familie oder Mitreisenden.

Dieses Mal war die Haltung meiner Frau klar: Wenn darstellbar, dann bitte Direktflüge. Und so fiel die Entscheidung, in Kombination mit dem Wunsch, aus RSW heimzufliegen, schnell für Lufthansa, obwohl ich nicht wirklich ein großer Fan bin, sondern Delta bevorzuge. Aber das ist so ein persönliches Ding, spielt hier keine große Rolle.

Nach einigem Hin und Her war dann klar: Direkt nach Miami macht (auch preislich in dieser Buchungsphase) für uns Sinn, direkt heim mit Discover aus RSW. Und damit entschieden wir uns auch für die Variante der paar Tage an der Atlantik-Küste (Hotel in Lauderdale-by-the-sea).

Preislich waren wir mit knapp 2000 Euro inkl. (aus unserer Sicht guten) Sitzplätzen und Gepäck ganz gut dabei, wenn auch nicht im absoluten Schnapper-Bereich. Die Umsteigeverbindungen lagen alle beim Buchungszeitraum rund um 2.300 Euro, so dass das am Ende so ok war für uns. Flugpreise sind gewissermaßen auch irgendwie immer ein bisschen Lotterie: Wir sind schon sehr, sehr günstig rüber geflogen, hatten aber auch schon mal aus Kurzfristigkeit echte Höchstpreise und sehr oft eben halbwegs im Rahmen verbliebene Preise. So is es halt nun mal…


Das Auto

Meine Lieblingsbeschäftigung im Alltag: Preise vergleichen, Sicherheitsbuchung machen, (vermeintlichen) Schnapper buchen, dann stornieren, nochmal zuschlagen und wieder von Vorne. Herrlich!

Nachdem die Flüge gebucht sind, geht hier der große Spaß los. Klar ist: Wir wollen wieder bissl was Größeres, damit unsere Koffer Platz finden und wir auch wieder das SUV-Gefühl drüben haben. Zu Hause fahre ich zwar auch einen, aber der ist verglichen mit den Autos in den USA nicht wirklich groß… Wir machen zunächst eine Sicherheitsbuchung bei Alamo, via ADAC. Ich schaue parallel noch bei Corporate Benefits, aber dieses Mal wird der ADAC (mal wieder) das Preisduell gewinnen. Ich kürze ab: Wir buchen insgesamt 13 Mal neu, das ist schon sehr viel, ich weiß, aber irgendwie kam immer ne Aktion um die Ecke oder der Preis war bisschen günstiger und wenn man dann am Rechner sitzt und grade Zeit hat… Nun ja…

Am Ende kommen wir also von ursprünglich mal irgendwas um die 950 Euro auf 711 Euro für die gebuchte Klasse PGAR (Dodge Durango, der es ja leider nicht war) für insgesamt 22 Tage Mietdauer von Miami bis RSW. Dass wir dann leider keinen Durango kriegen, passiert halt. Der Buick Enclave mit ein paar mehr Meilen drauf war aber völlig in Ordnung. Wir sind am Ende laut Abrechnung knapp 1400 Meilen gefahren, der Spritverbrauch hielt sich in Grenzen, es war modern, hatte Platz, CarPlay, alles da.


Die Villa

Wir sind seit Jahren schon (mit gelegentlicher Abweichung) sehr zufriedene Kunden bei CoralVilla. Ich sage das so offen, weil es unsere Überzeugung ist und nein, keine bezahlte Werbung oder so was. Der Kundenservice dort ist hervorragend, die Häuser waren bisher immer sehr gut und wenn etwas nicht gepasst hatte, wurde eine schnelle und sehr gute Lösung gefunden. Das sind aber meist Dinge, die vor Ort von der Hausverwaltung geregelt werden können (es fehlt mal was, Waschmaschine macht Zicken, Poolheizung kapiert der Herr nicht, oder so) und betreffen nicht die Grundaussagen sozusagen der Häuser, also Lage, Ausstattung, usw.

Wir hatten schon lange mal die Villa Melody im Blick - einziger Wehrmutstropfen: Keine Kanallage. Dafür aber modern eingerichtet, in Pelikan, unserer Lieblingsgegend. Die Entscheidung fiel recht schnell, auch wenn die Auswahl bei der Agentur sehr gut ist und man zwischen einigen preislichen Unterschieden wählen kann.

Wir waren mit dem Haus sehr zufrieden.

Die Lage ist, wie gesagt, sehr gut. Man ist schnell am Publix, hat ein Walgreens ums Eck, und kommt relativ zügig aus Cape heraus, sowohl in Richtung Fort Myers. Was wir an der Ecke da auch mögen: Matlacha ist ne knappe Viertelstunde weg… Im Haus dann auch soweit alles gut: Es ist sauber, die Küche (wieder mal) super ausgestattet, die Betten bequem, der Pool mit Whirlpool wirklich super, es gibt ausreichend viele Handtücher, in der Garage wirklich umfangreichen Beach-Stuff (Stühle, Schirme, Kühlbox, Sandelzeug, etc.) dazu Pool-Spielzeug und sogar zwei Fahrräder. Das Einzige, wenn wir was finden müssten, wäre tatsächlich die Couch im Wohnzimmer. Die sieht sehr stylisch aus, ist aber für einen dauerhaften Couch-Abend eben nicht ganz soooo gemütlich, wie man erhofft.

Was wir ebenfalls schätzen: die unkomplizierte und schnelle Abwicklung. Zu Hause angekommen, war am Nachmittag bereits die Abrechnung der Stromkosten erledigt und der Rest der Kaution ist (nach dem Wochenende) wieder auf meinem Konto.

Also, alles in allem eine Empfehlung: Sowohl das Haus als auch die Agentur.


Die Reise an sich

Was soll ich sagen: Dass meine Mutter früher ein Reisebüro hatte und Reiseleiterin war, das kommt bei mir manchmal ein bisschen durch. Ich mag den Mix aus Planung und Spontanität. Und das findet sich auf unseren Reisen immer wieder. Auch in Florida. Das habt ihr ja jetzt auch mitbekommen, wenn ihr meinen Bericht ein wenig verfolgt habt. Nachdem alles soweit ausgepackt war, das Haus gelüftet (Wie stickig das alles ist nach drei Wochen!), ich eingekauft hatte und wir gestern Abend dann doch ein bisschen müde auf der Couch saßen, zogen meine Frau und ich ein Resümee:

Ja, wir sind zufrieden, das war ein schöner Urlaub.

Viele unserer Freunde fragen oft: Wieso fahrt ihr schon wieder da hin? Und fast drei Wochen nur an einem Ort, in einem Haus? Ja, das muss ich euch hier im Forum nicht mehr erklären, hab ich ja in meinem Bericht auch immer wieder mal angesprochen. Aber ja, für uns ist das eine Art des perfekten Erholungsurlaubs. Eine Art von vielen, gewiss, aber für uns eben eine der Besten. Denn am Ende zählt auch, wie erholt kommst du wieder, mit welcher Gelassenheit gehst du wieder zurück in den Alltag (und wie lange schaffst du es, diese Gelassenheit aufrecht zu erhalten)? Bei uns klappt das ganz gut, auch wenn einen der Alltag natürlich sehr schnell wieder einholt.

Was uns ganz besonders gefallen hat dieses Mal: Wir waren kulinarisch noch deutlich unterschiedlicher unterwegs als sonst. Ihr habt es ja verfolgen können oder könnt es nachlesen. Das war wirklich alles in der Regel ziemlich gut. Und dass wir große Fans der Cheesecake Factory sind, das hat man wohl auch gesehen...

Zur Ehrlichkeit gehört aber auch zwingend der Blick in den Geldbeutel dazu. Das, was wir hier gemacht haben, das wisst ihr, ist kein günstiger Urlaub. Und wir sind sehr glücklich darüber, dass wir uns sowas leisten können. Es ist einfach nicht selbstverständlich, so eine lange Zeit auf so einem Niveau Urlaub machen zu können. Klar, es geht immer höher, schneller, weiter, aber geht es wirklich darum?

Wir glauben: Nein!

Manche (wir auch manchmal) fahren mit dem Kreuzfahrtschiff durch die Gegend, logieren in Mega Luxushotels (wir leider kaum) oder reisen drei Monate durch Australien, was weiß ich… Es geht darum, was für jeden selbst das Beste ist. Und es geht darum, was man bereit ist und in der Lage ist dafür zu bezahlen. Klar, ich würde gerne auch mal wieder Business Class fliegen. Ist es mit einer Achtjährigen nötig und finanziell darstellbar angesichts der anderen Kosten? Nein. Muss es diese toll ausgestattete Villa sein? Nein, muss es nicht, aber wir mögen es so. Und zahlen den entsprechenden Preis, auch wenn wir wie so viele hier dabei zusehen können, wie die Preise steigen. Aber auch dahinter stecken ja Menschen, denen das Haus gehört, die Kosten haben und und und. Ich will diese Baustelle hier gar nicht aufmachen, nur so viel: Manchmal gehört auch ein ausgeruhter, ein zweiter Blick dazu, um gewisse Entwicklungen nachvollziehen zu können oder um sie zu verstehen.

Ach ja: und braucht es dieses große Auto? Ähm, ja… schon ;)


Ein kleiner Exkurs

Ich wurde dann auch oft gefragt: Urlaub im Trump-Land? Ja. Urlaub im Trump-Land. Ich mache hier keine politikwissenschaftliche Vorlesung oder Debatte aus diesem Forumsbeitrag, aber klar ist: Die USA sind so viel mehr als dieser Mann.

Und natürlich begegnet einem dieser das Land so spaltende Konflikt in der Gesellschaft, im Straßenbild, in den News. Und ja, es kann auch euch als Urlauber betreffen, wenn die Pest Control Firma oder der Pool-Cleaner nicht kommt, weil die Angestellten Angst vor ICE haben. Um nur ein Beispiel zu nennen. Und das ist eine Entwicklung, die wir natürlich für bedenklich halten. Und dennoch fahren wir hin. Weil wir das Land, die Menschen und die Art und Weise zu leben eben auch mögen. Und dazu gehört auch, manchmal Dinge auszuhalten, die nicht in die eigene Lebenswirklichkeit oder Bubble passen.

Wir haben darüber auch mit vielen unserer Freunde diskutiert, die drüben leben, ob ausgewanderte Deutsche oder US-Bürger. Ich diskutiere das auch sehr regelmäßig mit meiner Familie, die schon sehr lange drüben lebt und wohnt und im Grunde Amerikaner sind. Und ich diskutiere das auch im beruflichen Kontext sehr oft.

Ja, Trump ist eine Gefahr für die Demokratie im Land. Aber das sind andere bei uns oder in anderen Teilen Europas und der Welt auch. Und ja, er und seine MAGA-Bewegung spalten das Land, die Gesellschaft, ganze Familien und Freundeskreise in nie da gewesenen Maßen. Ich weiß wovon ich spreche…

Was mir wichtig ist: Man muss jedoch auch manche Menschen verstehen, die sich (auch und vor allem für ihre eigene Lage) eben Veränderungen sehnlichst herbei wünschen. Dass diese dann auf so manch Rattenfänger reinfallen möchte ich den Menschen selbst nur selten anlasten. Und da sind wir noch nicht mal in der Diskussion um den Kontext des politischen Selbstverständnisses in den USA, was jetzt wirklich zu weit führen würde.

Die Weltlage ist komplex und dadurch sind Probleme in den Ländern selbst ebenfalls komplex - das passt nur nicht so ganz zum Wunsch nach (und dem Versprechen von) einfachen, schnellen Lösungen. Ich würde mir wünschen, dass das in der Politik auch viel besser und öfter versucht wird, offen und klar zu adressieren. Man darf auch mal sagen, wenn man etwas nicht weiß… Menschen können das ab…

Aber das wars auch schon mit dem kleinen Exkurs, der mir wichtig war zu erwähnen, weil es sonst wie ein Elefant im Raum gewesen wäre. Ich werde hier auch im Forum keine politischen Streit-Debatten führen oder sonst was; es gehört einfach als Baustein dieses Fazits dazu.


Was bleibt?

Was also bleibt von dieser wunderschönen Florida-Reise? Sicherlich das ein oder andere Mitbringsel, sowohl für uns selbst als auch für Familie und Freunde. Dazu die Erholung, die wir wieder erfahren durften und ehrlicherweise auch dringend gebraucht hatten. Aber was wirklich bleibt, das ist eine Erkenntnis.

Die Erkenntnis, dass wir Florida in all seiner Ausprägung nach all den Jahren einfach lieb gewonnen haben. Das Licht, die Menschen und ihre Umgangsformen, die unfassbar große Kinderfreundlichkeit, das Wetter (ja, das auch, egal wie es nun mal ist), das Essen, die Lebensart - auch wenn wir natürlich sehen, dass nicht alles schön, sicher und super ist. Drei Beispiele:

Die Straßen: Ob Highway, normale Landstraße oder Wohngegend - manchmal und leider immer mehr sind Straßen und Brücken eine dringend zu sanierende Katastrophe.

Die Armut: ein extrem schnell wachsendes Problem im ganzen Land, die Lebenshaltungskosten explodieren, das öffnet die Schere zwischen Arm und Reich wie kaum in einem anderen Land noch weiter und sorgt dafür, dass der klassische Mittelstand weiter ausdünnt.

Die Kriminalität: im Trend steigend, jedoch immer noch stark abhängig von der jeweiligen Region. In Cape Coral ist es im Vergleich zu Miami oder so nach wie vor harmlos. Und natürlich gibt es auch innerhalb der Städte massive Unterschiede in den Wohngegenden.

Was also bleibt?

Natürlich ist Florida nicht die USA. Genauso wenig wie New York City, Los Angeles oder Wyoming. Dieses Land ist viel zu groß, viel zu unterschiedlich, viel zu vielseitig um es auf eine Region zuzuspitzen. Wir waren in vielen Teilen des Landes unterwegs und mögen es an der Westküste, lieben den (manchmal rauen) Charme der Ostküste, lieben den Mittleren Westen, die vielen anderen wunderschönen Orte und Regionen des Landes.

Wir würden uns jederzeit wieder für Florida im Speziellen und die USA an sich entscheiden. Und wir können nur jedem raten, mal selbst zu guggen. Es muss nicht immer Cape Coral oder Fort Myers sein, überhaupt nicht, es gibt so viele wunderbare Orte in Florida - von der Atlantikküste über das Panhandle bis zur Golfküste, von der Großstadt bis zum Kuhkaff, alles dabei, alles irgendwie auf seine Weise liebenswert. Und, wie wir finden, ein wunderbarer Auftakt, um noch mehr zu entdecken in diesem so riesigen Land.


DANKE ♥️

Ich danke euch allen, dass ihr mitgereist seid und danke euch auch für das wunderbare Feedback, das ich erhalten durfte. Manchmal schreibt man ja so ins Leere hinein und da ist man wirklich froh, ab und an mal ne Reaktion zu erhalten, ob das, was man da tut, überhaupt gelesen wird und überhaupt dem ein oder der anderen helfen kann. Denn, und das habe ich ja bereits geschrieben, darum gehts halt auch: Die eigenen Erfahrungen und Erlebnisse möglichst so beschreiben, dass andere auch was davon haben. Und im Idealfall vielleicht sogar ein bisschen mehr als puren Unterhaltungswert, sondern Mehrwert für die eigene Planung oder vielleicht sogar manchmal für den eigenen Horizont. Mir jedenfalls geht das sehr oft so, wenn ich hier im Forum lese.

Ich freue mich darauf, hier im Forum weitere, vielleicht ganz andere und damit immer wertvolle Berichte zu verfolgen. Dinge neu zu entdecken, bekanntes wieder in Erinnerung zu rufen oder vielleicht auch Missverständnisse helfen aufzuklären. Wir alle, die im Forum schreiben, ob lange oder kurze Texte, investieren und schenken uns allen damit ihre Zeit. Das sollten wir wertschätzen und vor allem im Umgang miteinander beachten.

Seid (weiterhin) nett zueinander. Das brauchen wir mehr denn je in diesen Zeiten.
 
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