Home sweet home
Wir sind wieder daheim.
Und stellen das Wichtigste fest: Weil wir vor Ort nochmal gewaschen haben, fällt dieser Programmpunkt daheim weg oder nur sehr klein aus. Wie angenehm das doch jedes Mal ist…
Wir sind wieder daheim.
Aus der Sonne (und den Stürmen) Floridas zurück in der Kurpfälzer (Wahl-)Heimat. Irgendwie schön, wieder in den eigenen vier Wänden zu sein. Vor allem Smilla hat ihr Zuhause dann doch schon vermisst. Ihr Zimmer, ihr Bett, ihre Freundinnen, ja, auch die Schule. Und das finden wir völlig legitim, so nach drei Wochen, in denen sie, wie sie gestern sagte, „ja fast nur mit Erwachsenen abgehängt“ habe.

Aber was wir auch festgestellt haben: Sie hat in diesen Sommerferien nochmal ein großes Stück Entwicklung hinter sich… uns kommt sie reflektierter, meinungsstarker und irgendwie „größer“ vor.
Wir sind wieder daheim.
Und haben die Rückreise trotz spätem Abflug aus RSW ganz gut hinbekommen. Nach dem Check-Out gehts erstmal ausgiebig frühstücken; dieses Mal (wieder) bei Kekes Breakfast Café an der Pine Island. War wie immer bisher sehr lecker, und weil der Koch meine Pancakes hat fallen lassen und ich daher warten musste, gabs eine (riesen) Portion Obst aufs Haus dazu. Hat super gepasst!

Danach fahren wir für einen kurzen Abstecher in die Miromar-Outlets, denn meine Frau wollte noch eine Kleinigkeit dann doch mitnehmen und ich nutze die Gelegenheit, um Smilla mit ein bisschen Game-Credit zu überraschen. So verbringen wir noch ein gutes Stündchen in der Spielhalle, hinten am Bowling-Center gegenüber von H&M, bevor wir dann langsam aber sicher in Richtung Flughafen aufbrechen. Danach kurz noch den letzten Tank-Rabatt bei CircleK einlösen und angesichts der rasant gestiegenen Benzinpreise darüber freuen, dass statt 25 sogar 40 Cent gespart werden können, denn CircleK hatte den Tankrabatt-Tag für seine Rewardskunden ausgerufen.


Auf dem Weg sind wir dann noch in ein ziemlich hässliches Gewitter geraten, aber kommen sicher bei der Mietwagenrückgabe an. Auto weg, danach relativ schnell die Koffer abgegeben, mit einer Überraschung: Unsere Carry-on-bags sind angeblich zu groß für die Kabine und müssen aufgegeben werden, sagt die wirklich sehr nette Frau von Discover am Schalter und gibt gleich Entwarnung: „I don´t charge you!“ - Also kostenlose Aufgabe des Handgepäcks, was wir jedoch ein bisschen umräumen müssen, um ein paar Sachen mit ins Flugzeug nehmen zu können. Alles halb so wild, aber ärgerlich, wenn da keine einheitlichen Maße gelten leider… Na ja.

Wir vertreiben uns die restliche Zeit mit nem Kaffee bei Starbucks, holen Smilla nen Cheeseburger (was angesichts des für sie nicht so genießbaren Kids-Meal im Flugzeug ne gute Entscheidung war) und quatschen noch ein bisschen mit Amerikanern, die nach Deutschland fliegen um ihre Kinder zu besuchen. Das Gate (B3) füllt sich, irgendwann entdeckt Smilla, dass der Flieger aus Deutschland gelandet ist und wir daher bald mit dem Boarding starten können.
Bald ist relativ, aber irgendwann sitzen wir: Meine Frau und Tochter in zweier-Reihe am Fenster, ich den ersten Gangplatz daneben in der mittleren Vierer-Reihe. Überraschenderweise bleiben beide Plätze links neben mir trotz vollem Flugzeug leer, was der Frau ganz links und mir einen sehr entspannten Flug beschert. Der Flug verläuft wirklich harmlos, Crew sehr nett, Flugzeug verhältnismäßig sauber, alles gut, nur das Essen kriegen sie bei Discover einfach nicht ordentlich hin.
Nach 8:30 Stunden setzen wir um kurz nach 10 in Frankfurt auf, sind schnell wieder „im Land“, warten ein wenig auf unsere Koffer, die alle mehr oder weniger ohne Schrammen die Reise überstehen. Jetzt noch mit dem Platzhirsch-Shuttle zum Auto und ab nach Hause. Gegen 12:30 Uhr ca. rollen wir zu Hause auf den Parkplatz.
Wir sind also wieder daheim.
Das bedeutet auch: Der Alltag steht vor der Tür, ab Montag geht hier alles wieder seine gewohnten Gänge. Arbeit, Schule, Freizeitstress und, natürlich, Urlaubsplanung. Wir wären nicht wir, wenn wir nicht schon längst an die nächsten Urlaube denken würden oder schon die ein oder anderen Planungsschritte hinter uns hätten.
Das Fazit
Zuvor jedoch will ich, wie angekündigt, nochmal ein Fazit ziehen. Was hat uns überzeugt, wo bleiben wir an Gewohnheiten hängen, was würden wir vielleicht auch wieder anders machen? Viele Fragen, viele Punkte - aber auch hier wieder die Idee, dass auch ihr im Forum daraus für euch das ziehen könnt, was euch weiterbringt.
Die Planung
Wir planen bei Urlauben in Florida mit Haus meist erst die Flüge, dann Auto, das Haus, danach den Rest drum herum. Insofern war die Reihenfolge klar, es gab zwei Termine (Hin- und Rückflug), die unseren Rahmen bilden würden.
Wir sind deshalb flexibel: Reisen wir aus RSW heim, oder von wo anders, Tampa, Orlando, Miami, etc. Das ist immer die große Preisfrage, wobei wir dieses Mal sehr schnell einig waren: Nee, keine große Rundreise, ein kurzer Abstecher vielleicht irgendwo, dann gemütlich im Haus mit Rückflug ohne größeren Stress. Das konnte nur bedeuten: Heimflug via RSW und da gibts bekanntlich nur wenige Optionen. Und diese Vorgehensweise hat sich für uns bewährt. Also bei dieser Art von Urlaub, bei der wir die meiste Zeit in einem Haus verbringen wollen.
Die Flüge
Für mich persönlich spielt es irgendwie immer noch keine Rolle, ob wir direkt oder eine Umsteigeverbindung fliegen. Weil ich diesen Akt des Fliegens, diese Art des Reisens einfach mag. Ich mag Flughäfen, das drumherum, die Hektik, die Menschen, das alles. Insofern bin ich da entspannt, füge mich aber (meist) den Wünschen der Familie oder Mitreisenden.
Dieses Mal war die Haltung meiner Frau klar: Wenn darstellbar, dann bitte Direktflüge. Und so fiel die Entscheidung, in Kombination mit dem Wunsch, aus RSW heimzufliegen, schnell für Lufthansa, obwohl ich nicht wirklich ein großer Fan bin, sondern Delta bevorzuge. Aber das ist so ein persönliches Ding, spielt hier keine große Rolle.
Nach einigem Hin und Her war dann klar: Direkt nach Miami macht (auch preislich in dieser Buchungsphase) für uns Sinn, direkt heim mit Discover aus RSW. Und damit entschieden wir uns auch für die Variante der paar Tage an der Atlantik-Küste (Hotel in Lauderdale-by-the-sea).
Preislich waren wir mit knapp 2000 Euro inkl. (aus unserer Sicht guten) Sitzplätzen und Gepäck ganz gut dabei, wenn auch nicht im absoluten Schnapper-Bereich. Die Umsteigeverbindungen lagen alle beim Buchungszeitraum rund um 2.300 Euro, so dass das am Ende so ok war für uns. Flugpreise sind gewissermaßen auch irgendwie immer ein bisschen Lotterie: Wir sind schon sehr, sehr günstig rüber geflogen, hatten aber auch schon mal aus Kurzfristigkeit echte Höchstpreise und sehr oft eben halbwegs im Rahmen verbliebene Preise. So is es halt nun mal…
Das Auto
Meine Lieblingsbeschäftigung im Alltag: Preise vergleichen, Sicherheitsbuchung machen, (vermeintlichen) Schnapper buchen, dann stornieren, nochmal zuschlagen und wieder von Vorne. Herrlich!
Nachdem die Flüge gebucht sind, geht hier der große Spaß los. Klar ist: Wir wollen wieder bissl was Größeres, damit unsere Koffer Platz finden und wir auch wieder das SUV-Gefühl drüben haben. Zu Hause fahre ich zwar auch einen, aber der ist verglichen mit den Autos in den USA nicht wirklich groß… Wir machen zunächst eine Sicherheitsbuchung bei Alamo, via ADAC. Ich schaue parallel noch bei Corporate Benefits, aber dieses Mal wird der ADAC (mal wieder) das Preisduell gewinnen. Ich kürze ab: Wir buchen insgesamt 13 Mal neu, das ist schon sehr viel, ich weiß, aber irgendwie kam immer ne Aktion um die Ecke oder der Preis war bisschen günstiger und wenn man dann am Rechner sitzt und grade Zeit hat… Nun ja…
Am Ende kommen wir also von ursprünglich mal irgendwas um die 950 Euro auf 711 Euro für die gebuchte Klasse PGAR (Dodge Durango, der es ja leider nicht war) für insgesamt 22 Tage Mietdauer von Miami bis RSW. Dass wir dann leider keinen Durango kriegen, passiert halt. Der Buick Enclave mit ein paar mehr Meilen drauf war aber völlig in Ordnung. Wir sind am Ende laut Abrechnung knapp 1400 Meilen gefahren, der Spritverbrauch hielt sich in Grenzen, es war modern, hatte Platz, CarPlay, alles da.
Die Villa
Wir sind seit Jahren schon (mit gelegentlicher Abweichung) sehr zufriedene Kunden bei CoralVilla. Ich sage das so offen, weil es unsere Überzeugung ist und nein, keine bezahlte Werbung oder so was. Der Kundenservice dort ist hervorragend, die Häuser waren bisher immer sehr gut und wenn etwas nicht gepasst hatte, wurde eine schnelle und sehr gute Lösung gefunden. Das sind aber meist Dinge, die vor Ort von der Hausverwaltung geregelt werden können (es fehlt mal was, Waschmaschine macht Zicken, Poolheizung kapiert der Herr nicht, oder so) und betreffen nicht die Grundaussagen sozusagen der Häuser, also Lage, Ausstattung, usw.
Wir hatten schon lange mal die Villa Melody im Blick - einziger Wehrmutstropfen: Keine Kanallage. Dafür aber modern eingerichtet, in Pelikan, unserer Lieblingsgegend. Die Entscheidung fiel recht schnell, auch wenn die Auswahl bei der Agentur sehr gut ist und man zwischen einigen preislichen Unterschieden wählen kann.
Wir waren mit dem Haus sehr zufrieden.
Die Lage ist, wie gesagt, sehr gut. Man ist schnell am Publix, hat ein Walgreens ums Eck, und kommt relativ zügig aus Cape heraus, sowohl in Richtung Fort Myers. Was wir an der Ecke da auch mögen: Matlacha ist ne knappe Viertelstunde weg… Im Haus dann auch soweit alles gut: Es ist sauber, die Küche (wieder mal) super ausgestattet, die Betten bequem, der Pool mit Whirlpool wirklich super, es gibt ausreichend viele Handtücher, in der Garage wirklich umfangreichen Beach-Stuff (Stühle, Schirme, Kühlbox, Sandelzeug, etc.) dazu Pool-Spielzeug und sogar zwei Fahrräder. Das Einzige, wenn wir was finden müssten, wäre tatsächlich die Couch im Wohnzimmer. Die sieht sehr stylisch aus, ist aber für einen dauerhaften Couch-Abend eben nicht ganz soooo gemütlich, wie man erhofft.
Was wir ebenfalls schätzen: die unkomplizierte und schnelle Abwicklung. Zu Hause angekommen, war am Nachmittag bereits die Abrechnung der Stromkosten erledigt und der Rest der Kaution ist (nach dem Wochenende) wieder auf meinem Konto.
Also, alles in allem eine Empfehlung: Sowohl das Haus als auch die Agentur.
Die Reise an sich
Was soll ich sagen: Dass meine Mutter früher ein Reisebüro hatte und Reiseleiterin war, das kommt bei mir manchmal ein bisschen durch. Ich mag den Mix aus Planung und Spontanität. Und das findet sich auf unseren Reisen immer wieder. Auch in Florida. Das habt ihr ja jetzt auch mitbekommen, wenn ihr meinen Bericht ein wenig verfolgt habt. Nachdem alles soweit ausgepackt war, das Haus gelüftet (Wie stickig das alles ist nach drei Wochen!), ich eingekauft hatte und wir gestern Abend dann doch ein bisschen müde auf der Couch saßen, zogen meine Frau und ich ein Resümee:
Ja, wir sind zufrieden, das war ein schöner Urlaub.
Viele unserer Freunde fragen oft: Wieso fahrt ihr schon wieder da hin? Und fast drei Wochen nur an einem Ort, in einem Haus? Ja, das muss ich euch hier im Forum nicht mehr erklären, hab ich ja in meinem Bericht auch immer wieder mal angesprochen. Aber ja, für uns ist das eine Art des perfekten Erholungsurlaubs. Eine Art von vielen, gewiss, aber für uns eben eine der Besten. Denn am Ende zählt auch, wie erholt kommst du wieder, mit welcher Gelassenheit gehst du wieder zurück in den Alltag (und wie lange schaffst du es, diese Gelassenheit aufrecht zu erhalten)? Bei uns klappt das ganz gut, auch wenn einen der Alltag natürlich sehr schnell wieder einholt.
Was uns ganz besonders gefallen hat dieses Mal: Wir waren kulinarisch noch deutlich unterschiedlicher unterwegs als sonst. Ihr habt es ja verfolgen können oder könnt es nachlesen. Das war wirklich alles in der Regel ziemlich gut. Und dass wir große Fans der Cheesecake Factory sind, das hat man wohl auch gesehen...
Zur Ehrlichkeit gehört aber auch zwingend der Blick in den Geldbeutel dazu. Das, was wir hier gemacht haben, das wisst ihr, ist kein günstiger Urlaub. Und wir sind sehr glücklich darüber, dass wir uns sowas leisten können. Es ist einfach nicht selbstverständlich, so eine lange Zeit auf so einem Niveau Urlaub machen zu können. Klar, es geht immer höher, schneller, weiter, aber geht es wirklich darum?
Wir glauben: Nein!
Manche (wir auch manchmal) fahren mit dem Kreuzfahrtschiff durch die Gegend, logieren in Mega Luxushotels (wir leider kaum) oder reisen drei Monate durch Australien, was weiß ich… Es geht darum, was für jeden selbst das Beste ist. Und es geht darum, was man bereit ist und in der Lage ist dafür zu bezahlen. Klar, ich würde gerne auch mal wieder Business Class fliegen. Ist es mit einer Achtjährigen nötig und finanziell darstellbar angesichts der anderen Kosten? Nein. Muss es diese toll ausgestattete Villa sein? Nein, muss es nicht, aber wir mögen es so. Und zahlen den entsprechenden Preis, auch wenn wir wie so viele hier dabei zusehen können, wie die Preise steigen. Aber auch dahinter stecken ja Menschen, denen das Haus gehört, die Kosten haben und und und. Ich will diese Baustelle hier gar nicht aufmachen, nur so viel: Manchmal gehört auch ein ausgeruhter, ein zweiter Blick dazu, um gewisse Entwicklungen nachvollziehen zu können oder um sie zu verstehen.
Ach ja: und braucht es dieses große Auto? Ähm, ja… schon
Ein kleiner Exkurs
Ich wurde dann auch oft gefragt: Urlaub im Trump-Land? Ja. Urlaub im Trump-Land. Ich mache hier keine politikwissenschaftliche Vorlesung oder Debatte aus diesem Forumsbeitrag, aber klar ist: Die USA sind so viel mehr als dieser Mann.
Und natürlich begegnet einem dieser das Land so spaltende Konflikt in der Gesellschaft, im Straßenbild, in den News. Und ja, es kann auch euch als Urlauber betreffen, wenn die Pest Control Firma oder der Pool-Cleaner nicht kommt, weil die Angestellten Angst vor ICE haben. Um nur ein Beispiel zu nennen. Und das ist eine Entwicklung, die wir natürlich für bedenklich halten. Und dennoch fahren wir hin. Weil wir das Land, die Menschen und die Art und Weise zu leben eben auch mögen. Und dazu gehört auch, manchmal Dinge auszuhalten, die nicht in die eigene Lebenswirklichkeit oder Bubble passen.
Wir haben darüber auch mit vielen unserer Freunde diskutiert, die drüben leben, ob ausgewanderte Deutsche oder US-Bürger. Ich diskutiere das auch sehr regelmäßig mit meiner Familie, die schon sehr lange drüben lebt und wohnt und im Grunde Amerikaner sind. Und ich diskutiere das auch im beruflichen Kontext sehr oft.
Ja, Trump ist eine Gefahr für die Demokratie im Land. Aber das sind andere bei uns oder in anderen Teilen Europas und der Welt auch. Und ja, er und seine MAGA-Bewegung spalten das Land, die Gesellschaft, ganze Familien und Freundeskreise in nie da gewesenen Maßen. Ich weiß wovon ich spreche…
Was mir wichtig ist: Man muss jedoch auch manche Menschen verstehen, die sich (auch und vor allem für ihre eigene Lage) eben Veränderungen sehnlichst herbei wünschen. Dass diese dann auf so manch Rattenfänger reinfallen möchte ich den Menschen selbst nur selten anlasten. Und da sind wir noch nicht mal in der Diskussion um den Kontext des politischen Selbstverständnisses in den USA, was jetzt wirklich zu weit führen würde.
Die Weltlage ist komplex und dadurch sind Probleme in den Ländern selbst ebenfalls komplex - das passt nur nicht so ganz zum Wunsch nach (und dem Versprechen von) einfachen, schnellen Lösungen. Ich würde mir wünschen, dass das in der Politik auch viel besser und öfter versucht wird, offen und klar zu adressieren. Man darf auch mal sagen, wenn man etwas nicht weiß… Menschen können das ab…
Aber das wars auch schon mit dem kleinen Exkurs, der mir wichtig war zu erwähnen, weil es sonst wie ein Elefant im Raum gewesen wäre. Ich werde hier auch im Forum keine politischen Streit-Debatten führen oder sonst was; es gehört einfach als Baustein dieses Fazits dazu.
Was bleibt?
Was also bleibt von dieser wunderschönen Florida-Reise? Sicherlich das ein oder andere Mitbringsel, sowohl für uns selbst als auch für Familie und Freunde. Dazu die Erholung, die wir wieder erfahren durften und ehrlicherweise auch dringend gebraucht hatten. Aber was wirklich bleibt, das ist eine Erkenntnis.
Die Erkenntnis, dass wir Florida in all seiner Ausprägung nach all den Jahren einfach lieb gewonnen haben. Das Licht, die Menschen und ihre Umgangsformen, die unfassbar große Kinderfreundlichkeit, das Wetter (ja, das auch, egal wie es nun mal ist), das Essen, die Lebensart - auch wenn wir natürlich sehen, dass nicht alles schön, sicher und super ist. Drei Beispiele:
Die Straßen: Ob Highway, normale Landstraße oder Wohngegend - manchmal und leider immer mehr sind Straßen und Brücken eine dringend zu sanierende Katastrophe.
Die Armut: ein extrem schnell wachsendes Problem im ganzen Land, die Lebenshaltungskosten explodieren, das öffnet die Schere zwischen Arm und Reich wie kaum in einem anderen Land noch weiter und sorgt dafür, dass der klassische Mittelstand weiter ausdünnt.
Die Kriminalität: im Trend steigend, jedoch immer noch stark abhängig von der jeweiligen Region. In Cape Coral ist es im Vergleich zu Miami oder so nach wie vor harmlos. Und natürlich gibt es auch innerhalb der Städte massive Unterschiede in den Wohngegenden.
Was also bleibt?
Natürlich ist Florida nicht die USA. Genauso wenig wie New York City, Los Angeles oder Wyoming. Dieses Land ist viel zu groß, viel zu unterschiedlich, viel zu vielseitig um es auf eine Region zuzuspitzen. Wir waren in vielen Teilen des Landes unterwegs und mögen es an der Westküste, lieben den (manchmal rauen) Charme der Ostküste, lieben den Mittleren Westen, die vielen anderen wunderschönen Orte und Regionen des Landes.
Wir würden uns jederzeit wieder für Florida im Speziellen und die USA an sich entscheiden. Und wir können nur jedem raten, mal selbst zu guggen. Es muss nicht immer Cape Coral oder Fort Myers sein, überhaupt nicht, es gibt so viele wunderbare Orte in Florida - von der Atlantikküste über das Panhandle bis zur Golfküste, von der Großstadt bis zum Kuhkaff, alles dabei, alles irgendwie auf seine Weise liebenswert. Und, wie wir finden, ein wunderbarer Auftakt, um noch mehr zu entdecken in diesem so riesigen Land.
DANKE ♥️
Ich danke euch allen, dass ihr mitgereist seid und danke euch auch für das wunderbare Feedback, das ich erhalten durfte. Manchmal schreibt man ja so ins Leere hinein und da ist man wirklich froh, ab und an mal ne Reaktion zu erhalten, ob das, was man da tut, überhaupt gelesen wird und überhaupt dem ein oder der anderen helfen kann. Denn, und das habe ich ja bereits geschrieben, darum gehts halt auch: Die eigenen Erfahrungen und Erlebnisse möglichst so beschreiben, dass andere auch was davon haben. Und im Idealfall vielleicht sogar ein bisschen mehr als puren Unterhaltungswert, sondern Mehrwert für die eigene Planung oder vielleicht sogar manchmal für den eigenen Horizont. Mir jedenfalls geht das sehr oft so, wenn ich hier im Forum lese.
Ich freue mich darauf, hier im Forum weitere, vielleicht ganz andere und damit immer wertvolle Berichte zu verfolgen. Dinge neu zu entdecken, bekanntes wieder in Erinnerung zu rufen oder vielleicht auch Missverständnisse helfen aufzuklären. Wir alle, die im Forum schreiben, ob lange oder kurze Texte, investieren und schenken uns allen damit ihre Zeit. Das sollten wir wertschätzen und vor allem im Umgang miteinander beachten.
Seid (weiterhin) nett zueinander. Das brauchen wir mehr denn je in diesen Zeiten.