Oops we did it again - same same but different

binebiene

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Wer mich/uns kennt – oder auch unser Zielland – weiß jetzt schon wo es uns mal wieder hin verschlagen hat. Genau, ins Land des Lächelns, unserem Wohlfühlort schlechthin. Ab und zu waren auch andere Ziele im Kopf - und sogar gebucht - aber frei nach dem Ländle hieß es letztendlich in meiner Entscheidung immer: „Schön hier – aber waren Sie schonmal in Thailand?“ Bzw. eigentlich hieß es eher: Joa, passt scho, aber es ist nicht Thailand.



Von daher – Sawatdee Kha. Freut euch wie gewohnt auf viele Märkte, Temp… (hier müsst ihr euch jetzt dieses Rewind-Quietsch-Kratzgeräusch vorstellen – ihr wisst was ich meine?). Nein, freut euch einfach auf viel Neues, auch mal off the beaten track, naja zumindest off the normalen Tourirunde bei Pauschaltouristen oder Ersttätern (wobei hier oder im anderen Forum mit Dagmar jemand mitreisen wird, die jetzt erst beim x-ten Besuch die Ersttäter-Ziele in Angriff nimmt) bzw. zumindest off the was wir uns bisher angeschaut haben – und erstaunlich wenige Tempel. Was den ein oder anderen hier glaube ich laut aufatmen lässt. Ich finde ja auch erstaunlich wenige Märkte, aber das ist zum einen Ansichtssache und zum anderen gehören Märkte einfach zu Thailand.



Was sich nicht ändern wird: viel Text, denn ich bin eine Labertasche. Und ein sehr gemächliches Reisetempo, denn ich hab noch überhaupt gar nichts sortiert und bin momentan auch beruflich ziemlich gestresst. Von daher mag es an dem ein oder anderen Tag durchaus vorkommen, dass ich zwar schreiben will, dann aber einfach auf der Couch einschlafe.



Es gab auch einen Live-WhatsApp Reisebericht und natürlich Statusbilder. Eigentlich wollte ich daher keinen Reisebericht schreiben, aber der Wunsch wurde vielfach an mich herangetragen. Da sich jedoch vermutlich doch eine recht große Schnittmenge an Mitreisenden ergibt, werde ich nicht wie geplant den Text einfach kopieren (also manchmal schon) – und ich hab auch das ein oder andere neue Foto.



Von daher: packt die Badehose ein, nimmt euer kleines Schwesterlein und dann nüscht wie raus nach Thailand.



Oh, und jetzt bereitet euch erstmal auf ein weiteres langatmiges Vorgeplänkel vor 😊.
 

gumpi67

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Da bin ich gerne dabei, und freue mich schon auf viel Mango Sticky Rice. In ein paar Wochen hole ich mir viele "Thai-Leckerlis" dann selbst in Khao Lak, aber davor freue ich mich noch auf deinen Bericht. :love:
 
OP
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binebiene

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Herzlich willkommen ihr beiden :)

Und natürlich auch allen die ein "Like" da gelassen haben - traut euch ruhig nach vorne und schreibt was auch immer euch gerade in den Sinn kommt (Schwänke aus dem Leben, Reiseerfahrungen, Vergleiche, Schwarzen Humor)

Ich wollte euch schon den ganzen Tag antworten, aber ich hab mein Passwort vergessen und es ist nur am Laptop gespeichert. Am Handy wollte ich es nicht ändern, denn dann hätte es ja hier nicht mehr gepasst.

Da bin ich gerne dabei, und freue mich schon auf viel Mango Sticky Rice. In ein paar Wochen hole ich mir viele "Thai-Leckerlis" dann selbst in Khao Lak, aber davor freue ich mich noch auf deinen Bericht. :love:

Ich bin gar nicht neidische, nein nein. Ich doch nicht.
Doch vielleicht so ein bisschen - aber ich kann gleichzeitig gönnen.
Ihr werdet es noch erfahren - so ein bisschen hab ich mein Khao Lak ja schon vermisst.

Und Mango Sticky Rice war v.a. zu Beginn der Reise ein Running Gag, da lief das nämlich so gar nicht rund mit mir und dem leckersten Essen ever. Du kannst also die ein oder andere Portion für mich aufholen.

In ein paar Wochen? Also wir waren ja zu "verdammt ist das warm". Du gehst dann zu "und schwül auch noch dazu"?
 
Dies und das und sowieso
OP
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binebiene

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Bin mit dabei.... kann los gehen ;)
Na dann ;)


Dass es nochmal nach Thailand gehen soll stand schon lange fest – schließlich ist mein getrockneter Mango Vorrat aufgebraucht, ich hab so langsam auch den letzten Schal verloren, gescheiten Mango Sticky Rice bekommt man hier auch nicht und … es ist einfach unser Traumland. Und es bietet so viel mehr als man vermuten würde.

Fast wäre es gar nicht so same same but different geworden sondern nur same same. Ich wollte unbedingt zu Loy Krathong wieder in Chiang Mai sein, Bangkok sollte wieder ans Ende und Khao Lak lieben wir ja eh. Aber dann kam das Leben dazwischen, oder gleich mindestens zwei komplett unfähige Ärzte – oder beides. Ein lange falsch/nicht behandelter Bandscheibenvorfall führte dazu, dass nicht im Geringsten daran zu denken war, dass ich im November einen Flug überstehe oder ausreichend beweglich bin. Aber nach einem Arztwechsel stand zumindest eine OP und Reha an, irgendwann gab es unseren Fast-Wunsch-Flug auch zu einem akzeptablen Preis und so buchten wir frohen Mutes unsere Flüge für den Zeitraum 23.02.26 bis 22.03.26.

Und wenn man schon das Datum ändert, dann kann man doch auch gleich eine neue Route entwerfen. Meine Thailand-Liste war glaube ich 7 oder 8 Seiten lang – jetzt sind es immer noch 5. Viel ging einfach noch nicht, weil es mir nicht zugetraut habe (kletter enge steile Wege ohne Sicherung zum Beispiel. Oder laufe 12.000 Stufen mit einer Tritthöhe vor der auch Dirk Nowitzki Respekt hätte – das würde ich allerdings auch gesund nicht machen). Hinsichtlich des „Bade-Teils“ habe ich mich auf die langjährige Expertise von Dagmar verlassen – vielen Dank dafür.

(Übrigens versaute der nächste Arzt die OP komplett und auf der Reha war man nicht auf „frisch operiert mit erneutem (tatsächlich ja „gar nicht erst entferntem“) BSV eingestellt – es war lange nicht klar ob wir fliegen können und ich war nach einem Jahr Schmerzen und Rückschläge total am Ende.)

Aber am Ende wurde alles gut und daher lade ich euch zu unserem 3-Teiler „Oops we did it again“ ein. Episode eins heißt „Mit dem Mietwagen im Halbkreis um Bangkok“, Episode zwei „Ab auf die Insel“ und Episode drei „Back in THE city – so much left to see“.


Euch erwarten:
- eine lange Anreise in einer tollen Business Class (ich wäre mit meinem Rücken auf keine Fall Economy geflogen)
- 3000km mit dem Mietwagen durch Thailand
- ein fast Crash
- alte Gemäuer
- neue Gemäuer
- tolle Bauwerke
- beeindruckende Natur, von der ich selbst nicht ahnte wie schön es ist
- Tiere, so oder so
- Inselleben und Anfangsschwierigkeiten
- tolle Ausblicke
- tolle Aktivitäten, manchmal auch unsichtbar
- Tempel und Märkte (naja es ist Thailand, aber ich hab ganz besondere ausgesucht)
- Drohenaufnahmen samt Fast-Ehekrise (Spoiler: wenn die Vorgaben so bleiben würden wir die Drohne nicht mehr mitnehmen)
- viele harte Betten (also diesbezüglich ist Thailand echt furchbar)
- und am Ende platzt der Koffer

***

Ein kleiner Fun-Fact am Rande: ich HASSE es keinen Urlaub gebucht zu haben. Das macht mich wahnsinnig. Und wie gesagt, sonderlich stabil war ich zu diesem Zeitpunkt nicht (mehr).
Eventuell habe ich also als die Flugpreise nach Thailand stur hoch blieben oder gar angestiegen sind einmal die Nerven verloren und stattdessen die Philippinen gebucht. Weil da kann man mit Walhaien schwimmen.

Vielleicht mag ja Roland kurz erzählen wie es ist von mir mitten in der Nacht geweckt zu werden, ob man denn auch auf die Philippinen fliegen würde. Dann mit der Kreditkarte zu kämpfen, danach weiterzuschlafen nur um dann morgens zu erfahren, dass ich nun doch lieber stornieren möchte (als Entschuldigung: ich habe wirklich viele Medikamente genommen). Denn ihr wisst „Ja, schön hier – aber …“

Vielleicht liest Roland hier aber auch gar nicht mit.
 

Rosa

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Das hört sich doch alles sehr gut an, erzähl weiter.... :cool:
Bin auf jeden Fall dabei!
 

gumpi67

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Der Anfang hört sich schon sehr interessant an. Ich hoffe, dein Rücken hat den Urlaub auch genossen und du konntest dich so richtig erholen.

Und Mango Sticky Rice war v.a. zu Beginn der Reise ein Running Gag, da lief das nämlich so gar nicht rund mit mir und dem leckersten Essen ever. Du kannst also die ein oder andere Portion für mich aufholen.

In ein paar Wochen? Also wir waren ja zu "verdammt ist das warm". Du gehst dann zu "und schwül auch noch dazu"?

Gerne esse ich die eine oder andere Portion Mango Sticky Rice für dich mit.

Das mit "schwül auch noch dazu" ist mir an sich bewusst. Wir waren schon drei Mal in Thailand (1x Juli, 1x März, 1x Mai). Unser Juli-Urlaub fiel damals voll in die Regenzeit, in 17 Tagen hatten wir genau einen halben Tag Regen, sonst Sonne pur. Also nicht schlimm. Aber ja, ich weiß - Thailand kann auch anders.

Diesmal geht es wieder im Mai rüber, ein anderer Termin ging sich arbeitstechnisch leider nicht aus. Aber "schwül auch noch dazu" sind wir ja eigentlich von unseren vielen Urlauben in Florida gewohnt, da "müssen" wir halt einfach durch. Besser als das nasskalte Wetter hier zu Hause ist es auf jeden Fall.
 
OP
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binebiene

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Och wir waren letztes Mal Ende Januar in KL, also eigentlich perfekt. Aber so richtig wollte die Sonne nicht.
Wir haben immer gehört: also eigentlich regnet es um diese Zeit nicht.
Mit warmen Regen kann ich jedoch relativ gut leben.

Und am Meer kann ich Schwüle auch besser aushalten.
Wie eine Wand kam es uns vor allem am Anfang vor (das waren die wärmsten Tage und wir noch nicht akklimatisiert) und in BKK hat es dann irgendwann genervt.

Aber ihr seid es dann ja auch schon gewohnt.
Wir waren glaube ich November/Dezember, dann Januar/Anfang Februar und jetzt eben fast den kompletten März und bisschen Februar.
 
Der lange Weg nach Bangkok – die Anbahnung
OP
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binebiene

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Keine Sorge – nach nochmal viel Text kommen ab dem nächsten Mal auch Bilder – Pauli-Ehrenwort!


Man kann ihn sich auch schön/angenehm/schön angenehm machen. Oder so angenehm wie möglich und leistbar. Den ein oder anderen Abstrich (kein Privatjet, keine First Class/Q-Suite bei Ethihad und auch kein Direktflug – wobei wir den nicht mal gewollt hätten, ich gehe gerne zwischendrin mal runter und irre durch Flughäfen) mussten wir aus finanziellen Gründen dann doch machen, aber für uns steht auch fest, dass An- und Abreise zum Urlaub gehören und die Economy auch einfach nicht für unsere körperlichen Eigenschaften ausgelegt ist. Und außerdem brauche ich ja Mangos. Und Schals. Und Elefanten. Und Erdbeeren (aber das wusste ich damals nicht). Und … und überhaupt. Also viel Freigepäck (wobei wir feststellen werden, dass es da auch sehr schwachsinnige Regeln gibt).


Premium Eco schafft nur Platz nach vorne, das hat sich bei mir als sogar nachteilig herausgestellt, also wird es wieder Business. Royal Jordanian hat wieder die besten Preise, aber soooo toll fanden wir die dann ja doch nicht beim letzten Mal. Wir behalten sie aber im Auge und sollte sie deutlich günstiger als die anderen sein …


Ab und zu kommen die Finnen mit guten Angeboten ums Eck, aber da gibt es keine guten Anschlussverbindungen. Und dann ploppt meine Wunschairline auf – so um 2 Uhr frühs: Turkish würde uns für 1650 ab Brüssel fliegen – Brüssel wollte ich eh schon immer mal sehen (hust, jaja, mmh), die Bahn fährt auch recht praktisch und günstig.


Nun ja, dummerweise ist es mitten in der Nacht und die Chancen, dass sich mein Chef um diese Uhrzeit über einen Anruf oder eine WhatsApp so sehr freut, dass er meinen Urlaub genehmigt, schätze ich dann doch recht realistisch ein. Am nächsten Morgen sind unsere Wunschtermine nicht mehr verfügbar.


Turkish würde auch ab Nürnberg fliegen, das wäre der absolute Traum, aber da sind die Dickköpfe nie unter ich glaube 2500 gegangen. Stures Pack. Aber echt.


Nun ja, wir orientieren uns bisschen was es in unserer Nähe noch so an Flughäfen gibt. Prag zum Beispiel. Ab da kostet es „nur“ 2000 Euro. Mit Turkish. Meine Traumairline (abgesehen von bereits erwähnter Q-Suite … eines Tages). Und Prag erreichen wir ehrlich gesagt nahezu gleich gut wie Frankfurt oder München, die Autobahn ist nachts sogar frei. Es kommen noch knapp 20 Euro Autobahnmaut für CZ dazu – einmal wollten wir uns die nach Prag sparen und hätten fast nicht mehr aus dem Land rausgefunden weil eine wohl sehr wichtige Straße gesperrt war. Parken kosten für einen Monat nur 70 Euro, also im Vergleich zu München (im Leben niemals mit dem Zug) und Frankfurt (Zug schon, aber wer trägt 6 Koffer?) relativ günstig.


Es steht also fest, wir werden ab Prag mit Turkish über Istanbul nach Bangkok fliegen. Das geht sogar mit einem sehr kurzen Stopover von unter 2 Stunden – aber die Lounge in IST soll extrem gut sein, das will ich ausnutzen. Außerdem ist der neue Flughafen seeehr groß und das wäre Gehetze. Dann also mit jeweils knapp 6 Stunden Aufenthalt. Wir sind ja gut versorgt.


Gesagt, getan?


Click, Click, nein, nein ist inklusive, click, auch nein, click, Nervenzusammenbruch 1 (Kreditkarteninstitut doof), click, fluch, click, YEAH – gebucht, überprüfen, Nervenzusammenbruch 2 (falsche Verbindung – ich will doch in die Lounge und nicht durch den Flughafen rennen. Ich schwöre ich habe vorher 5x geschaut und kann mir bis heute nicht erklären wie der falsche Anschluss im Warenkorb gelandet ist. Aber durch die Philippinen Aktion habe ich ja schon gelernt dass man bei Turkish innerhalb von 24h stornieren kann), click, click, immer noch nein, usw (siehe vorne), SCHAU NOCHMAL DRÜBER! NOCHMAL! UND NOCHMAL – yeah yeah yeah. YEAH. WHOWHOOO😊


WIR FLIEGEN NACH THAILAND.


Dauergrinsen an. Ab da lautet das Mantra, egal wer oder was gerade nervt: alles gut, bald bist du in Thailand.
 
Der lange Weg nach Bangkok – Es geht endlich loooos, auf nach Istanbul
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binebiene

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Naja fast 😊. Vorher habe ich noch versucht den Support von Turkish zu erreichen. In IST gibt es die Möglichkeit bei längeren Stopovers eine „Suite“ – ein kleines Zimmer mit Bett - zu bekommen. Eigentlich immer erst vor Ort und nach Verfügbarkeit aber ich wollte mein Glück versuchen ob man diese denn mit medizinischer Begründung (ich kann immer noch nicht lange sitzen – bzw. mein Rücken spricht danach deutlich mit mir) auch vorher reservieren kann. Außerdem bevorzugen es Airlines wenn sie vorher über mein CPAP Gerät (und ggfs. das Insulin) informiert werden – dann sind die Gesichter beim Check-In nur noch halb entsetzt.
Nach mehreren erfolglosen Versuchen inkl. wüster Beschimpfungen des KI-Bots versucht Roland es exakt einmal bei der Hotline – umd kommt durch. Ergebnis: nö kann man nicht. Oder eher will man seitens Turkish nicht.

Zudem muss man seit kurzen vorab die TDAC (Thailand Digital Arrival Card) ausfüllen – ist aber eine Sache von wenigen Minuten. Aber Achtung: die Karte ist aktuell definitiv kostenlos - es gibt aber viele ziemlich echt aussehende Abzocker-Seiten die Geld verlangen.

Ah und das Gschiss mit der Drohne erwähnen wir lieber nicht, Roland hat letztendlich eine Agentur beauftragt alles zu beantragen. Thailand ist momentan (ggfs. auch wegen Kambodscha) sehr streng und auch wenn wir unsere wenigen Flüge mochten, würden wir es nicht nochmal machen. Außerdem hatte meine Mama immer Angst, dass wir deswegen verhaftet werden. Meine Freundin Elaine hat es vielleicht gehofft, weil dann hätte sie Pauli bekommen und ihr Mann hätte nicht widersprechen können 😊. So darf sie Pauli aber immerhin weiterhin sitten – nächste Woche zum Beispiel geht es für uns in die Wilhelma.


Meine Mama wiederum hat sich eh schon einen Ersatz-Hund gesucht – neben ihr ist Balu, ein Berner-Sennen Welpe eingezogen. Meine Güte ist der niedlich. Zuckerschock.



Als Hundebesitzer beginnt unser Urlaub immer mit dem alllerallerallerschlimmsten Tag – ich muss mein Puffeltier wegbringen. Mit Clelia und ihrer Ranch haben wir zwar eine super Pension – aber er ist halt mein Baby. Und die Wohnung so leer ohne ihn. Wie kann man den kleinen Kerl nicht schon ab der ersten Sekunde vermissen. Entsprechend war ich bis wir von der Pension wieder weggefahren sind sehr tapfer, danach dann weniger.

Pauli.jpg

Naja auch das ist irgendwie überstanden, die Koffer sind gepackt (und ich habe mich diesmal sehr zurückgehalten und dran erinnert, dass man in Thailand für einen Appel und ein Ei waschen lassen kann – letztendlich waren es zu viele Handtücher und leichte Hosen, Shirts war genau richtig).

Koffer.jpg


Nach einer sehr kurzen Nacht (ich habe nicht geschlafen) klingelt unser Wecker glaube ich gegen 1 Uhr früh. Unser Flug geht um kurz nach 9, nach Prag brauchen wir knappe 3 Stunden und ich brauche für meine Nerven einen Puffer.


Wir sind super schnell durchgekommen, die meiste Zeit war die A6 komplett leer, ab und zu hat uns ein LKW den Weg geleuchtet. Den Parkplatz haben wir trotz dass er sich sehr viel Mühe beim Verstecken gemacht hat auch gefunden (TOP Parking heißen die falls ihr mal ab Prag fliegt) und unser Fahrer hat auch schon gewartet. Roland vergisst die Dashcam im Auto – bis auf einmal hätten wir sie aber auch nie gebraucht – und 15 Minuten später spuckt uns der Transporter am Rental Car Parkplatz des für eine Hauptstadt wirklich Mini-Flughafen wieder aus (gefühlt ist der nicht viel größer als Nürnberg). Wir mögen uns den Standort bitte 4 Wochen merken – hat so halb geklappt, aber bei einem Mini-Flughafen kann man sich auch nur mini-irren.



Turkish Airlines schickt mir mittlerweile in regelmäßigen Abständen wahlweise eine Mail oder eine Push-Nachricht, ich möge doch bitte den Online Check-In nutzen. Wollten wir eigentlich nicht, weil es als BC-Anfänger so schön ist mal in die kurze Schlange zu dürfen. Und außerdem frage ich dann immer wie lange man ungefähr von der Lounge zum Gate braucht. Nachdem sich der Hauptstadtflughafen aber noch im Tiefschlaf befindet, die Sitzgelegenheiten sehr unbequem und Gastronomie nur minimalst vorhanden (mein Magen knurrt) und es lt. Schalter-Anzeige auch nicht geplant ist allzu zeitig vor Abflug überhaupt mal zu öffnen, wollen wir dann doch einchecken.


Roland:
Click, click: okay, du darfst mit. Aber dein Gepäck nicht. - Ähm, nein.
Click, Click - dann nimm dein Gepäck halt mit, aber in die Lounge kommst du nicht. - Auch nein.
Click, click - na gut dann komm halt samt Koffer mit und viel Spaß in der Lounge.


Sabine:
Click, click – nö, du kommst hier nicht rein. - WTF? Nochmal
Click, click – nö! - Nochmal und nochmal. Nö. Nö- Nö.
Währenddessen die App: bitte online einchecken - Will ich doch, menno
Click, click – nö. - *grml*
App: einchecken. (Nö. Nö. Nö). EINCHECKEN!

Eventuell habe ich die App zwischendrin mal angemault. Hat bisschen geholfen, denn beim nächsten Versuch erweiterte sie die Ablehnung:
Click, click – ha, du darfst gar nicht mit, dein Pass ist nämlich falsch.


Da geht einem dann erstmal der Puls. Roland lacht sich mittlerweile halb schlapp und schickt unserer Reisegruppe ein gemeines Video.
https://kdrive.infomaniak.com/app/share/1708615/91f858fb-6a92-49b1-aba4-10861f9c9ef2
(Quelle: vermutlich Tiktok, da es von Roland kommt)



Irgendwann öffnet dann der Schalter, mit meinem Pass ist alles in Ordnung und es ging mal wieder um mein CPAP Gerät. Na danke für den Fast-Herzinfarkt. In der Lounge waren wir auch kurz, die ist ziemlich voll, insgesamt jedoch okay – nicht mehr und nicht weniger. Es gibt von der Lounge daher auch immerhin ein ganzes Foto.

20260223_082755.jpg


Aber zumindest hatte mein Blick auf eine der hinteren Landebahnen und so konnten wir unserer Maschine beim Ankommen zusehen.
(Eigentlich will ich hier ein Video einfügen - kann mir jemand sagen wie das funktioniert? Ich gebe es vorerst mal in der Cloud frei)

https://kdrive.infomaniak.com/app/share/1708615/91f858fb-6a92-49b1-aba4-10861f9c9ef2

Und dann ist es auch schon Zeit für den kurzen (2,5 Stunden) Hüpfer nach Istanbul. Eingesetzt wird ein sehr neuer (November 2025) Airbus A321-200.

Screenshot_20260406_132446_Flightradar24 (1).jpg


Ich fand die Sitze sehr bequem und gefühlt auch ziemlich breit. Irgendwann habe ich dann auch verstanden wie man unten am Sitzt das Trittbrett ausfährt, danach baumelten meine kurzen Beinchen auch nicht mehr verloren durch die Gegend. Es gab einen leckeren Welcome Cocktail, Nüsschen und trotz der kurzen Reisezeit auch einen Full Service. War lecker.


IMG-20260223-WA0005.jpg

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Pro Flug und Passagier gibt es 1GB Internet, „Social Media“ (WhatsApp, Facebook) ist immer kostenlos. Roland hat seins immer aufgebraucht, meins blieb immer jungfräulich.

Nächster Stop: Lounge IST
 
Der lange Weg nach Bangkok - weiter gehts
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binebiene

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Anschließend machten wir uns auf den ewig langen Weg zur Lounge. IST ist riesig, die Wege sind lang. Selbstverständlich war unser späteres Abfluggate auch am anderen Ende des Flughafens – man soll sich schließlich vor und nach den Flügen ausreichend bewegen.

In der Lounge hatten wir richtig Glück und konnten zwei der Suiten für uns ergattern. Und das Bett war sooooo schön weich und gemütlich. Man kann sich auch für eine Dusche anmelden, auch das nach Verfügbarkeit, aber wir waren beide frisch geduscht.

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Nach einem „Mittagsschläfchen“ haben wir dann die Lounge unsicher gemacht. Auch diese ist sehr groß, heute war sie relativ leer (wussten wir damals nicht, das durften wir dann beim Rückflug erleben). Es gibt unter anderem mehrere Live-Cooking Stationen, eine riesige Antipasti-/Salatbar und eine große Theke mit leckeren Kuchen, Torten und Turkish Delights.

20260223_165601.jpg


Zum Trinken gibt es neben stillem Wasser und Bier und Wein auch verschiedene Säfte und diese Uludag Gazoz Limonade. Kaffee und Tee gibt es vermutlich auch. Was es leider nicht gibt sind zuckerfreie Getränke, außer eben dem stillen Wasser. Wasser mit Sprudel hätte ich ja noch getrunken, aber ohne geht das gar nicht. Das soll auf dem Rückflug noch zu einer uns verfluchenden Mitarbeiterin führen. Bei den Kuchen haben wir dann aber noch einen Zapfhahn mit drei verschiedenen frisch gemachten Limos gefunden, die waren nicht so süß.

Uuund es gibt einen Masseur, der eine Rücken- und Nackenmassage anbietet. Während ich mich noch frage wie man diesen buchen kann, läuft er gerade an mir vorbei. Mädels, der Buchungsvorgang funktioniert exakt so: ihr schickt euren Mann Essen holen und wenn ihr dann alleine seid strahlt ihr diesem Mann mit breitem Lächeln an – voilá, gebucht! Die Massage hat richtig gutgetan und den Muskelkater habe ich noch länger gespürt.

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Dadurch dass wir einen Mittagsschlaf hatten verging die restliche Zeit in der Lounge ziemlich schnell und schon mussten wir uns auf den Mammutmarsch zum Gate machen um unseren 6 Jahre alte Boeing 787-9 Dreamliner zu besteigen.

Screenshot_20260406_132644_Flightradar24.jpg



Die Flugzeit war für bisschen über 7,5 Stunden angesetzt und ist somit ganz angenehm. Die BC machte einen guten Eindruck jedoch gab es glaube ich einen Aircraft Change denn ursprünglich hätten wir eine mit einer breiteren Fußablage haben sollen. An sich empfand ich die Gänge als angenehm breit. Wir hatten uns für den Hinflug jedoch für Sitze in der Mitte entschieden. Diese haben zwar eine höhere Privatsphäre, aber man muss eine Engstelle überwinden, die für kurze und gleichzeitig breite Menschen ein unangenehmes Hindernis oder wenn man es positiv sieht einen überraschenden Triggerpunkt darstellt. Wenn die Beine lang genug sind (Roland), passt der Bobbers aber einigermaßen drüber.

Das IFE hat eine angenehme Größe und wenn man dann irgendwann kapiert hat, dass beide Armlehnen komplett runtergehen ist der Sitz auch für mich ausreichend breit. Die Sitze sind seitlich versetzt, d.h. am Fenster sitzt man mal näher am Gang und mal näher am Fenster und in der Mitte gibt es Paar-Sitze die nah aneinander sind und welche mit mehr Abstand. Dadurch hat man aber so eine Beule in seiner Kabine und um die muss man sich als Seitenschläfer später irgendwie rumwickeln. Bzw. ich habe da meine Knie hingeklemmt.


Man bekommt noch vor dem Service einen Topper und der macht den Sitzt schon merkbar weicher. Irgendwann wird der Bobbers aber dennoch taub. Und die allseits beliebten Amenity Kits (seit Neuen von Lavin) gab es auch. Für die Damen in beige, die Herren bekamen schwarz.

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Der lange Weg nach Bangkok - Touch Down
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binebiene

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Der Service begann recht zügig und dauerte auch einige Zeit. An Bord befindet sich eine Köchin und an sich ist es Dine on Demand. Bei uns haben aber glaube ich alle gleichzeitig gegessen. Nach dem Gruß aus der Küche gehen sie mit einem Wagen durch und man kann aus einer Vielzahl an Vorspeisen auswählen.

Ich hoffe ihr habt ein bisschen Hunger mitgebracht - es wird weiter gemästet

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Irgendwann waren alle pappsatt, es wurde abgedunkelt und ich konnte ein bisschen dösen. Wieder wach habe ich mir den den großartigen Film „Nonnas“ angesehen (Herzkino – absolute Empfehlung) und dann war auch schon Zeit für das Frühstück.

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Ich denke so ab 2 Stunden vor der Landung. Das war eine nette Ablenkung und so verging für mich die Zeit vom Abflug bis Landung wortwörtlich wie im Fluge und schon hieß es "Cabin Crew prepare for landing" und schließlich berührten die Räder endlich thailändischen Boden.

Aufgrund der BC durften wir dann auch die Priority Line nutzen. Diese ist ein bisschen versteckt aber nachdem wir sie gefunden hatten waren wir wirklich ratzefatz durch die Immigration und haben uns dieses Prachtstück geholt.

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Und da war es endlich, eins der schönsten Schilder der Welt (von dem ich kein Foto habe und auch keins im Internet gefunden. Es ist in der Nähe der Immi, vielleicht ist es nicht erlaubt): WELCOME TO THAILAND.

Eventuell ist da auch ein Tränchen gekullert. Den kleinen Bruder habe ich mir dann aber geschnappt.

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Aufgrund der Priority hatten wir unsere Koffer auch sehr schnell und diesmal wollte Roland auch nicht sofort eine SIM, da wir ich glaube von der Telekom ein bisschen Guthaben für eine eSim hatten. Daher konnten wir an den ganzen überteuerten Angeboten vorbei und haben uns am dritten Tag in einer Mall eine SIM-Karte besorgt.


Wenn wir in Thailand sind haben wir eine Tradition entwickelt. Als erstes gehen wir ins Untergeschoss des Flughafens und wechseln unser Geld bei Superrich. Hier bekommt man tatsächlich einen der besten Umwechslungskurse. Danach suchen wir uns immer die gleiche Sitzbankgruppe und atmen erstmal durch. Danach geht jeder einmal abwechselnd zum 7 Eleven im Untergeschoss (der hat ganz normale Preise) und wir kaufen Getränke für den ersten Tag (Roland) sowie eine Dose Schweppes Manao Soda und einen der absolut süchtig machenden Banana Muffins (ich). Hier bekommt man dann auch schon die ersten 1000 Baht Scheine kleingewechselt. Eigentlich essen wir unseren ersten Mango Sticky Rice, diesmal gab es keinen und das sollte ein Omen für die nächsten Tage sein.


Eigentlich geht es dann zum AirRail, diemal war jedoch das Rental Car Center im EG unser Ziel. Da wir recht früh dran waren mussten wir bisschen aufs Auto warten, irgendwann durften wir mit der Mitarbeiterin aber mit voller Wucht gegen die Wand rennen auf den Parkplatz laufen und dort wartete unser Toyota ATIV auf uns.

Wir werden in den nächsten Tagen nicht zwingend unsere Liebe zu diesem Modell entdecken. Mein Rücken fand ihn unbequem, meine Füße stießen immer gegen die Radbeule und für Roland war er einfach zu klein. Das zeigte ich in gelegentlichem Hupen beim Einsteigen. Tauschen wollte Roland aber auch nicht und den zweiten Mietwagen umbuchen auch nicht (wobei egal welche Klassem an auswählte immer die gleichen Modelle als Beispiel genannt wurden – sie wurden nur teurer). In Thailand bekommt man keine Neuwagen, sondern Charaktere denen man ihre Abendteuer ansieht. Dementsprechend ähnelt nach der Begehung dieser Kratzer-Zettel auch moderner Kunst. Dafür hatten wir bei der Rückgabe bisher aber auch nie Probleme.



Und nun folgt uns in unser Abendteuer …
 

gumpi67

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Aufgrund der BC durften wir dann auch die Priority Line nutzen. Diese ist ein bisschen versteckt aber nachdem wir sie gefunden hatten waren wir wirklich ratzefatz durch die Immigration und haben uns dieses Prachtstück geholt.
Benötigt man zum Zugang für diese Priority Line lediglich den Boarding Pass oder zusätzlich einen Voucher? Falls man einen Voucher benötigt, wo bekommt man den?

Wir fliegen in 4 Wochen mit Austrian von Wien nach BKK ebenfalls BC, haben 2 Stunden Zeit für die Immigration, bevor es dann in der Eco nach Phuket weiter geht. Da würde uns die Priority Line gerade recht kommen.
 
OP
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binebiene

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Benötigt man zum Zugang für diese Priority Line lediglich den Boarding Pass oder zusätzlich einen Voucher? Falls man einen Voucher benötigt, wo bekommt man den?

Wir fliegen in 4 Wochen mit Austrian von Wien nach BKK ebenfalls BC, haben 2 Stunden Zeit für die Immigration, bevor es dann in der Eco nach Phuket weiter geht. Da würde uns die Priority Line gerade recht kommen.
Nachdem ich vergessen habe dir zu antworten habe ich nun doch mal das Passwort zurückgesetzt.
Sind aktuell nämlich im bereits erwähnten noch netteren Baden-Württemberg.

Der Boarding Pass reicht für die Priority aus.
Als nicht BC Kunde kann man sich diesen Vorteil wohl auch erkaufen.
 

gumpi67

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Danke für deine Antwort. Das hat mir sehr geholfen und ich bin damit auf den Flughafenseiten auch weitergekommen.

Wünsche euch noch ein paar entspannte Kurz(?)Urlaubstage und ein schönes Wochenende. :)
 
Um Gottes Willen - Pattaya?!!
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binebiene

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Der erste Teil unserer Reise wird ein Roadtrip „im Halbkreis um Bangkok herum“. Naja, in meiner Erinnerung war es halbkreisiger. Er führt uns von Pattaya nach Ayutthaya, dann nach Uthai Thani, Kanchanaburi und in die Gegend von Kui Buri. Am Ende müssen wir wieder nach Bangkok zurück, denn das nächste Ziel wäre dann doch bisschen zu weit entfernt und auch wenn es schon das ein oder andere zum Anschauen gegeben hätte, konnte mich letztendlich doch nichts so richtig überzeugen.
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Moment mal, PATTAYA? Bist du wahnsinnig? Was zum Teufel …? Ungefähr das dachte sich @Kaiserwalzer vermutlich als ich mit der Meldung „Du errätst nie wohin wir als erstes fahren!“ ums Eck kann. Schriftlich hat sie sich ein bisschen mehr zurückgehalten aber ich kann es mir denken, was ihr da durch den Kopf gegangen ist. Vermutlich irgendwas mit „unzurechnungsfähig“ und „zu viel Tilidin“ 😉


Und ich muss ihr Recht geben, denn bis vor kurzem hätte ich geschworen, dass ich nie einen Fuß in diese Stadt setzen werde. Steht sie doch für alle Vorurteile, die man über Thailand hat, insbesondere im Zusammenhang mit älteren westlichen Herren auf der Suche nach der großen Liebe und (sehr) jungen thailändischen Damen (oder angeblich auch mal Ladyboys), welche entweder auch die große Liebe suchen oder sehr kranke Wasserbüffel haben. Plus der entsprechenden (Party)-Szene. Und das wollte ich nie, daher waren wir bisher auch nie in Phuket oder in Bangkok in der Soi Cowboy.


Allerdings gibt es in Pattaya exakt eine Sehenswürdigkeit, die ich unbedingt einmal sehen wollte. Ich dachte jedoch bisher fälschlicherweise immer, dass diese eher in Zentral- oder Nordthailand steht. Eine Kollegin, welche ihre Elternzeit kurz vorher zum Teil in Thailand verbrachte und diese Sehenswürdigkeit besuchte, klärte mich dann zum Glück auf.


Bei der Recherche, was man in Pattaya sonst noch so sehen kann fand ich allerdings dann auch nicht mehr viel. Berühmt ist es leider für Ping Pong Shows. Ich wusste nicht was das ist, dass es wohl eher nichts mit Tischtennis zu tun haben würde war mir dann aber schon klar. Ich dachte eher an so etwas wie ausufernde Beer Pong Spiele. Eine Recherche klärte mich dann auf und WTF? WARUM?


Ich habe Roland gefragt ob er nach dem Flug ein Hotel am Flughafen oder in Bangkok will oder direkt die 2h nach Pattaya fahren. Da wir früh morgens landen würden und ich am nächsten Tag auch direkt zur Öffnung an meinem Ziel sein wollte, entschieden wir uns für ein Hotel am Rand von Pattaya. Zwischenzeitlich ergab sich bei Rolands Arbeitgeber auch eine neue Kooperation und so meinte er, abends könne man sich ja mal mit dem neuen Geschäftspartner treffen. Geht klar.


Und so ergab es sich, dass ein völlig übermüdeter Roland nach Pattaya fuhr. Ich habe ihm immer wieder angeboten einfach ein anderes Hotel auf dem Weg zu nehmen, aber er blieb stur. Bei unserer letzten Reise hatte ich in Kambodscha extrem leckere getrocknete Früchte gefunden. In Thailand hatte ich die bisher nur in einer Mall gesehen. Aber wofür ist man in Reisegruppen auf Facebook? Die freuten sich, dass endlich mal jemand nicht das dreiunddrlfzigste Mal am Tag die gleiche Frage stellte (Wie ist das Wetter? Wie viel Geld brauche ich? Ist ein der vierte Visa-Run im gleichen Jahr wirklich keine gute Idee? Welches Hotel soll ich in Bangkok nehmen?) und gaben mir den ein oder anderen Tipp. Einer davon befand sich angeblich in Pattaya, der Weg führte uns mitten durch die Stadt. Gefunden haben wir unser Ziel nicht.


Im Hotel angekommen erklärte uns eine für thailändische Verhältnisse ziemlich unfreundliche Rezeptionistin, dass man erst in 2 Stunden einchecken kann. Zumindest ließ sie sich dann aber dazu herab unsere Daten schonmal aufzunehmen. Roland wollte sich fürs Handy eh noch eine Halterung besorgen, also nochmal durch die komplette Stadt zurück zu einem BigC. Dort waren die aber so unverschämt teuer, dass wir auch hier ohne Beute von dannen zogen.


Zweimal unfallfrei total übermüdet durch chaotischen thailändischen Linksverkehr und durch enge Gassen – den Test hat Roland bestanden.

Für uns ging es dann zurück zum Hotel, dem Kastel Pattaya. Für das Superior Zimmer mit Frühstück haben wir 37 Euro bezahlt. Es liegt etwas außerhalb vom Zentrum, zum Jomtien Beach braucht man so 5-10 Minuten mit dem Auto. Anscheinend waren wir so müde, dass wir kein Foto vom Zimmer gemacht haben. Allerdings stieß ich da auf die thailändische Unart die Klimaanlagen trotz genügend Platz direk aufs Bett zu richten. Dies sollte mir noch eine fette Erkältung einbringen.

Am nächsten Tag hab ich zumindest ein schnelles Foto vom Pool und von meinem Frühstück gemacht.

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Auf dem Zimmer fielen wir dann erstmal ins Bett und haben tief und fest bis abends geschlafen. Gerade als wir wieder wach wurden meldete sich Rolands Kontakt Ralf und schlug ein Restaurant an der Strandpromenade vor, in welchem wir uns kurz später auch trafen. Das Essen (Kokosshake, Gyozas, Hähnchen in Kokossoße, Papayasalat und irgendwas mit Ente) war richtig lecker.

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Die Jungs redeten ewig über langweiligen IT Krams. Dabei wurde ich wieder müde und nach dem drölfzigstem Gähnen und fast mit dem Gesicht auf den Tisch fallen bemerkten sie es auch und zeigten Einsicht.


Es gab aber noch ein Problem: ich kann doch meinen ersten Tag in Thailand nicht ohne Mango Sticky Rice beenden. Also wollte ich noch kurz Richtung Markt und Ralf begleitete uns. Ich fand recht schnell einen Stand mit völlig überteuertem MSR, aber egal. Und während ich wartete bis mein Reis eingepackt und die Mango geschält wird quatschen die beiden sich wieder fest. Und laberten und laberten und laberten. Die fanden kein Ende, mir tat der Rücken weh, also haben wir uns an einen der Tische gesetzt damit ich meinen MSR essen kann. Dass wir weder Essen noch Trinken bestellen wollten fanden sie nicht so gut, aber zumindest haben sie dann ihren MSR erkannt und waren etwas weniger mürrisch. Und was soll ich sagen, es war nicht nur der mit Abstand teuerste, sondern auch schlechteste MSR ever. Die Laune sank, die Jungs hörten nicht auf über IT zu reden und irgendwann äußerte ich meinen Wunsch zu gehen dann mit Nachdruck.


Zumindest sah er hübsch aus.

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Bevor ich euch im nächsten Teil zeige, warum es sich sowas von lohnt den Umweg über Pattaya in Kauf zu nehmen, hier noch was man hätte machen können wenn man nicht übermüdet ist: Jomtien Beach und andere, Khao Chi Chan Buddha, Sukhawadee House sowie die üblichen Buddhas und Tempel.

Und schonmal das Fazit zu Pattaya: die Innenstadt fanden wir hässlich, Richtung Bay wurde es hübscher. Auf der Dark Side wo die Expats leben ist es eine Großstadt mit hohem internationalen Anteil, was sich auch in der Gastro bemerkbar macht. Der Tourismus ist komplett auf russisches Publikum ausgerichtet und die haben Pattaya auch fest in der Hand, wie uns Ralf bestätigte.
 
Das wundervolle Sanctuary of Truth
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binebiene

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Nach unserem Frühstück ging es direkt zu unserem heutigen Ziel – zum einen um den Touristenmassen zu entgehen und zum anderen der Mittagshitze. Bei einem davon waren wir so einigermaßen erfolgreich, beim anderen war es eh schon egal.

Unser heutiges Ziel ist das wunderschöne, beeindruckende Sanctuary of Truth, welches noch dazu idyllisch am Golf liegt.

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Dort muss man, da es sich um eine aktive Dauerbaustelle handelt, einen Helm tragen. Da hat sich mein innerer Monk ja ordentlich geschüttelt – in der Hitze einen Helm der vorher schon auf einem Schwitzekopf saß – bah. War dann aber gar nicht so schlimm. Zudem wird angemessene Kleidung erwartet, ich glaube im Zweifel kann man sich auch einen Sarong leihen.


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Eintritt kostet es glaube ich 500 Baht für Touristen (Thai zahlen meistens deutlich weniger) und man muss anfangs an einer Führung teilnehmen. Unser Guide hat diese auch sehr kurzweilig gestaltet und so erfuhren wir anfangs wirklich Interessantes. Allerdings war unsere Gruppe sehr groß und spätestens im Tempel sprach er dann zu leise und wartete auch nie bis alle da waren. Da sind wir dann aus Versehen verloren gegangen (also das ist nicht so schlimm, man darf nach der Führung frei rumlaufen).


Das Sanctuary of Truth ist kein (!)Tempel - wichtige Info v.a. für alle denen es bei unseren vorherigen Reisen zu viele Tempel waren 😉das hier zählt nicht -, dafür müsste es glaube ich Relikte von Buddha besitzen. Eigentlich soll es ein Schloß darstellen.


Mit dem Bau wurde 1981 angefangen (übrigens ein außerordentlich guter Jahrgang, jaja) und wie so vieles in Thailand ist es unvollendet und wird dies vorerst auch bleiben – denn man kann ja nie die ganze Wahrheit wissen. Andere Quellen nennen grob 2025-2050 als geplantes Fertigstellungsdatum (so geht das mit dem Datum, Stuttgart21).


Es besteht komplett aus Holz, alles wird dort in den Werkstätten vor Ort hergestellt und mittels Steckverbindungen aneinander befestigt. Ab und zu sieht man bei neuen Bereichen oder denen die gerade restauriert werden einen Nagel, dieser wird aber so bald wie möglich entfernt. Das ist schon sehr beeindruckend. Hier ein paar Eindrücke aus dem Teil der Werkstatt, den man zu Beginn der Führung besucht und der Steckverbindung, die verwendet werden. Ich glaube man darf auch irgendwo versuchen selbst zu schnitzen, er meinte dann augenzwinkernd „By the way, we’re hiring“. Haben wir aber nicht gemacht, ich habe ja schon vor 3 Jahren in Kambodscha bewiesen, dass ich diesbezüglich recht talentfrei bin.

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Es besteht aus mehren „Hallen“ (also eher so Gebäudeteile, in der Mitte steht ein großer Schrein) mit unterschiedlichen Themen, z.B. verschiedene Gottheiten, die verschiedenen Wochentage, astronomische Themen oder die Elemente. Man findet Darstellungen aus jeder der Weltreligionen, weil der Erbauer Lek Viriyaphan fest daran glaubt, dass wir alle in Frieden miteinander leben können.


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Das wundervolle Sanctuary of Truth
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binebiene

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Hauptthema ist der Lebenszyklus und dass sich immer alles verändert. So erkennt man das Alter der Gebäudeteile auch an den Farben (unser Guide meinte es sei wie bei den Menschen, im Alter wird man immer grauer) und wenn etwas kaputt geht, wird es nicht ersetzt sondern es ist dann eben am Ende seines Lebenszyklus angekommen und etwas neuen kann entstehen.

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Man findet auch immer wieder Schilder mit Weis- oder Wahrheiten, dieses fand ich besonders richtig.

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Hatte ich schon erwähnt, dass das Sanctuary of Truth sehr beeindruckend ist. Es gibt so viel zu sehen und bestaunen. Und so viel Liebe zum Detail. Aber schaut staunt selbst - erstmal innen:

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